RFC zeigt Asylmonologe

Asylmonologe am Di. 10.2. um 19h im Kinosaal. Die Refuge Law Clinik der juristischen Fakultät ist am Dienstag, den 10.2. ab 19h im Kinosaal GastgeberIn für das Doku-Theaterstück „Die Asyl-Monologe“.

Inhalt des Stückes
Die Asyl-Monologe erzählen von Ali aus Togo, von Freunden liebevoll „Präsident“ genannt, Felleke aus Äthiopien, der erst willensstark Abschiebeversuche verhindern muss, um dann einen Menschenrechtspreis überreicht zu bekommen, und Safiye, die nach Jahren der Haft in der Türkei und einer absurden Asylablehnung sich für das Lebensbejahenste überhaupt entscheidet: Sie schenkt einem Sohn und einer Tochter das Leben.

Die Asyl-Monologe erzählen von Schritten hin zu Gerechtigkeit, indem sie nicht nur die Werdegänge von Flüchtlingen und Asylsuchenden inklusive der zunächst ‚normalen’ Lebensläufe in ihrer Heimat, der Fluchtursachen und ihrer Erfahrungen mit dem deutschen Asylsystem darstellen, sondern vor allem Geschichten von Trennungslinien und Koalitionen, von Feigheit und Mut, von Konflikten und Solidarität sind. Kurzum: die Asyl-Monologe erzählen jene Dramen, die stattfinden, wenn verschiedene Lebenswege sich unter besonderen Umständen berühren beginnen und Menschen schließlich „unfähig wurden, ein unengagiertes oder aufgeschobenes Leben zu führen“ (Edward Said). Der Eintritt kostet 4 Euro.

Was ist die Refuge Law Clinic?
Die Refuge Law Clinic ist ein größtenteils von Studierenden der Jura gegründeter Verein. Zweck des Vereins ist die Unterstützung von Geflüchteten bei rechtlichen Fragen. Deshalb bietet der Verein an der juristischen Fakultät Vorlesungen an, um Studierenden Know-How für Beratungen beizubringen.

Kritik an der RLC
Wie schwer es ist, selbst bei gut gemeinten Projekten die koloniale Betrachtungsperspektive zu verlassen, zeigt eine Auseinandersetzung um die Refuge Law Clinic. Im Kontext einer geplanten Exkursion in ein Asyl-Lager nach Eisenhüttenstadt ignorierten die Organisator_innen wie selbstverständlich die Perspektiven der Betroffenen.

Der Protestbrief:
https://genderini.wordpress.com/2014/11/27/offener-brief-rassismus-im-rahmen-der-refugee-law-clinic-berlin-rlc/

Und die Stellungnahme des Vereins:
http://rlc-berlin.org/?p=443


1 Antwort auf „RFC zeigt Asylmonologe“


  1. 1 Kosmo 06. Februar 2015 um 3:21 Uhr

    Sie „ignorierten nicht wie selbstverständlich die Position der Betroffenen“. Betroffene wären in dem Falle die Refugees, von deren Einverständnis und Einladung der Besuch abhängig gewesen wäre und unter deren Leitung der Besuch stattgefunden hätte. Sie haben den Universitätsstudierenden, die sich als deren SprecherInnen ernannt hatten, nicht das aus Ihrer Sicht beste „Angebot“ gemacht; weil die selbsternannten SprecherInnen ein lang anberaumtes Gespräch allesamt am Abend zuvor plötzlich absagten bzw. einfach nicht kamen. Vielleicht vorher recherchieren, statt sich kramphafz immer als ganz scharfsinnige KritikerInnen darstellen und profilieren zu wollen?

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


fünf − = vier