Münkler-Watch Folge 2

vom 21.04.2015

Die zweite Vorlesung des Professors für Politische Theorie und Ideengeschichte, Herfried Münkler sollte den Unterschied zwischen Politik und Politischem charakterisieren. Dazu galoppierte er mit einer gehörigen Portion namedropping durch 2000 Jahre des politischen Denkens. Besonderes Gewicht verlieh er dabei Nicola Macchiavelli und dem Faschisten Carl Schmitt. Unterm Strich kam Münkler mit wenig Gepoltere aus. Neben häufigen Belustigungen bezüglich des „Genderns“ leistet sich Münkler einen schwer verdaulichen Spruch zur scheinheilig geführten Debatte bzgl. der aktuell im Mittelmeer ertrunkenen Todesopfer europäischer Festungspolitik.

Politik und das Politische
Dies begann er mit einem aktuellen Bezug: Unzufriedenheit der europäischen Bürger_innen mit der Politik in EU-Politik Brüssel sei darauf zurückzuführen, dass dort das Politische fehle. Das Geschehen in Brüssel sei von administrativen Entscheidungen geprägt; die Grenzen zwischen Meinungen verflössen, wenn sie überhaupt existierten und Grundsatzdiskussionen kämen nicht bei der Wahlbevölkerung an, wie es difusses Kennzeichen des Politischen sein sollte. Jenes Brüsseler „Administrieren des Gemeinwesens“ sei Wesensmerkmal der Politik.

Unterschiedliche Sichweisen
Es folgte eine Einordnung der drei Dimensionen der Politik – “policy”, “politics” und “polity”. Anhand der “politics”-Dimension leitete er über zur Kritik des Liberalismus am Wohlfahrtsstaat, der bevormunde, mit Immanuel Kant als ersten Liberalisten. Auf die griechische Polis bezog sich Münkler wegen des dort erprobten Rotationsprinzips der Herrschaft, wodurch jedes Mitglied der Bürgerschaft für einen bestimmten Zeitraum an der Ausübung von Macht beteiligt gewesen sei. Beherrschte hätten dann geherrscht. Die Gegenüberstellung führt er mit Spinozas Begriffen der natura naturata und natura naturans fort: Einerseits sei der Staat verfasst, daneben gäbe es den lebendigen Prozess des Sichkonstituierens, welcher bei Negri mit der permanent brodelnden Multitude bezeichnet sei.

Machiavelli und der gute Fürst
Die Berechtigung in einer Staatskrise eine politisch starke Person als gute_n König_in einzusetzen, lässt Münkler auf Macciavelli zu sprechen kommen. Mit sehr viel Symphatie und mit am Ausführlichesten schilderte hier Münkler Machiavellis Gedanken einer gute Regierung. So sei die Republik positiv zu sehen, doch brauche diese auch Bürger_innen und Politiker_innen, die als herausragende Einzelne voller Entschlossenheit und Willensstärke die zur Fortbestehung des Gemeinwesens notwenidgen Dinge täten. Dabei komme es nicht darauf an, moralisch Gutes zu tun. Mitunter sei das moralisch Falsche das Richtige.

Webers Beitrag
Anschließend daran gießt Münkler die machiavellische Sichtweise in die normative weberianische Unterscheidung von Gesinnsethik und Verantwortungsethik. Darüber hinaus habe seit Weber „Politik etwas vom Einlassen mit dem Dämonischen“. Das sei bis heute ein Problem der Debatte in Deutschland.

Der Faschist
Inhaltlich schließt er mit den Ausführungen Carl Schmitts über Freund und Feind und das Konstituierende dieser Konstellation. Insbesondere auf den Ausbruch eines Bürgerkriegs, sollte eine andere Institution als der Staat eine verbindliche Abgrenzung zwischen Freund und Feind festlegen, geht Münkler hier ein. Erst der Gewinn dieser Deutungshoheit sei etwas politisch. Die westlichen Nationalstaaten in Europa seien dazu ab dem ersten Weltkrieg in der Lage gewesen. Insbesondere die NSDAP in Deutschland, der Schmitt früh angehörte, habe für diese Deutungshoheit zu radikalen Mitteln – der Exekution – gegriffen.

Fazit
Die Manipulation und das Spiel mit dem Auditorium ist in dieser Vorlesung deutlich subtiler als beim letzten Termin. Sie erfolgen vor allem über die Gewichtung der Autoren. Es ist kein Zufall, dass Machiavelli und Schmidt am meisten Platz in einem Abriss über 2000 Jahre eingeräumt werden. Diesen Autoren ist gemeinsam, dass sie alleine den Kampf um Macht als quasi gegebene Grundlage von Politik zulassen. Allein die Wahl dieses „Verbindungsgänges“ nimmt schon das Ergebnis in weiten Teilen vorweg. Zumal sich diese mit Münklers häufig vertretener Privatmeinung deckt.

Demokratie als Top-Down-Modell
Darüber hinaus harmoniert das machiavellische Bild eines Führers, der mutig, entschlossen und vorausschauend Entscheidungen trifft, auch wenn dies unmoralisch erscheint und nichts mit den Interessen der Bevölkerungsmehrheit zu tun hat, mit dem was Münkler bei allerlei Anlässen Politiker_innen dieser Republik mit auf dem Weg gibt. Ein Beispiel für Münklers Sicht von Demokratie als „top-down“-Angelegenheit, bei der Politiker_innen einfach die Weichen für eine militärisch abgesicherte Großmachtspolitik stellen sollten und dem widerstrebenden Pöbel einfach „mitnehmen“ müssten, ist sein neues Buch „Macht der Mitte“. Ein anderes Zitat dieser Sichtweise findet sich -> hier < -

Gendern als humoreske Einlage
Auffallend häufig entscheidet sich Münkler für sarkastische bis zynische Bemerkungen über das „Gendern“. Bereits zu Beginn gab Münkler einige auffällig holprige Gender-Versuche von sich. Zu Anfang konnte man dies noch als gutgemeinte Versuche eines zu einer anderen Zeit aufgewachsenen Professors kurz vor der Pensionierung betrachten, doch noch den Anschluss an mittlerweile gängige Standarts zu finden. Spätestens, als er ironisch betonte, dass er auch „gendere“ hätte man misstrauisch werden müssen. Bereits bei Aristoteles war Münkler im Humoresken angekommen:

„Der Gedanke der Gleichheit ist kontrafaktisch. Wir sind ungleich. Der eine ist schön.“ (- Kunstpause-) „Er hat eine schöne Stimme.“ (-Kunstpause-) „Alle lieben ihn“. (-Hinter Münkler kann man die Sonne förmlich aufgehen sehen-)“ DIE andere (-Kunstpause-) „Sie sehen ich gendere“ (-Kunstpause-) „…ist hässlich!“

Beleg für die Wichtigkeits des Genderns
Und mit dem Statement „Die Philosophen sind die Jungs … und Frauen… bei Platon ja tatsächlich Frauen…“ zeigt Münkler unbewusst auf, wie wichtig es hier wäre, von Philosophinnen zu sprechen. In Münklers Statement zeigt sich deutlich, wie die männliche Bezeichung die Assoziation einer männlichen Person weckt. Münkler ergänzt dieses Bild mit dem Hinweis, dass es bei Platon und der bereits im Auditorium aufgerufenen männliche Vorstellung entgegenstehend tatsächlich weibliche Philosoph_innen gegeben habe.

Ungeheuerlich?
Wie groß die Diskrepanz zwischen seiner herausgekehrten Fassade und seinem routinierten Denken ist, zeigt das folgende Zitat im Kontext der Frauenrechte in den 70er Jahren der alten Bundesländern. „[…] dass der Ehemann, sozusagen seiner Frau die selbstständige Arbeit untersagen [konnte], für sie also gewissermaßen kündigen konnte – eigentlich ungeheuerlich.“

Eigentlich?
Beachtenswert ist dabei die von ihm vorgenommen Einschränkung mithilfe von „eigentlich“, als sei dieser Umstand nicht wirklich – eben nur „eigentlich“ – ungeheuerlich gewesen. Weiterhin lässt sich solch‘ starkes Adjektiv wie ungeheuerlich nie abschwächen. Das ergibt so viel Sinn, wie weiße Socken und Sandalen: Keinen. Im Rhetorischen sind es aber diese Feinheiten, die am meisten über die Rhetor_in aussagen. Außerdem scheint er das mit dem „Gendern“ noch nicht ganz begriffen zu haben, ermöglicht das Wort „Gender“ doch gerade Räume jenseits der von ihm (übrigens sehr inkonsequent) berücksichtigten Binärität von Männlich-Weiblich.

Herfried und das Mittelmeer
Herfried Münkler äußerte sich in der Vergangenheit bereits über die „Flüchtlingsproblematik“ und betitelte sie als die „größte sicherheitspolitische Gefahr des 21. Jahrhunderts“ und bedauert, dass der humanistische Wertehorizont eine militärische Antwort auf diese Bedrohung ausschließe. Er schreckt dabei auch nicht davor zurück, interventionistische Kriege in den Herkunftsländern als optimale Lösungen gegen „Flüchtlingsströme“ zu propagieren. In der Vorlesung nun bezieht er sich äußerst pietätlos in einem mehr als kruden, wenngleich fingierten Bild auf das Schiffsunglück mit mindestens 700 toten Menschen am vergangenen Wochenende. Er mimt dabei die Sichtweise eines Menschen, der den Sozialstaat und seinen ökonomischen Solidargedanken radikal ablehnt und sagt im Zuge dessen über Arbeitslose, „dann schmeißen wir sie halt raus, das Mittelmeer ist groß“ (-Pause-) „muss ja nicht immer von Afrika rübergefahren werden zu uns, kann ja auch umgekehrt getan werden. Ein grausamer Gedanke, eigentlich ganz unmöglich, aber [-Pause-]“. Das abermals relativierende „aber“ raubt als Stilmittel der zuvor angesprochenen Unmöglichkeit dieser zynischen Gedanken die Glaubwürdigkeit.

Flüchtlingsabwehrkrieg bald Realität?
Wie schnell mitunter gestern noch absurd erscheinende Maßnahmen real werden kann man an der erwähnten Münklerschen Forderung nach einem militärischen Vorgehen gegen Flüchtlingsströme sehen. Angeblich entsetzt von den Folgen der eigenen rassistischen Abschottungspolitik wird in Brüssel nicht etwa eine emanzipatorische Asylpolitik diskutiert. Stattdessen wird dort analog zu den Münklerschen Forderungen ein Militäreinsatz zur Zerstörung von sogenannten „Schlepperschiffen“ vorbereitet.

Mehr Infos:

Münkler-Watch Folge 1:
http://hu.blogsport.de/2015/04/16/muenkler-watch-folge-1-14-4-2015/

Flüchtlinge und militärische Angriffe sind dasselbe?
http://www.review2014.de/de/aussensicht/show/article/die-gefaehrliche-kluft-zwischen-schein-und-tun/pages/4.html

Münklers Meinung zu Moral:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gauck-streit-um-bundeswehr-muenkler-unterstuetzt-bundespraesident-a-978352.html

Was ist der Extremismus der Mitte?
http://hu.blogsport.de/2015/01/26/warum-gegen-den-extremismus-der-mitte/


72 Antworten auf „Münkler-Watch Folge 2“


  1. 1 xbelibig 26. April 2015 um 21:57 Uhr

    nächste Woche: GendErCraShkurS

    Mittwoch, 29.04.2015 um 18.00 Uhr @TU Berlin, Raum EB 222

    >Programm unter:
    https://stressfaktor.squat.net/termine.php?display=7

  2. 2 Bob 05. Mai 2015 um 12:39 Uhr

    Carl Schmitt war kein Faschist. Er lehnte die NSDAP vor 1933 genauso, wie die Kommunisten ab. Auch über seinen Antisemitismus wird in der Forschung umstritten: So verteidigte er etwa Hans Rothfels nach seiner Entfernung von seinem Lehrstuhl. Er war auch nicht „früh“ Mitglied in der NSDAP, sondern ein typischer Märzgefallener. Der Mann war dennoch ein Wendehals, Feigling, Mitläufer und prostituierte seinen Verstand für die Nazis.

    „Diesen Autoren ist gemeinsam, dass sie alleine den Kampf um Macht als quasi gegebene Grundlage von Politik zulassen.“
    Es ist Jahre her, dass ich in dieser Vorlesung saß, aber hier ist doch nicht Politik, sondern das „Politische“ gemeint oder? Dass der Kern davon der Kampf um die Macht ist vertreten auch dezidiert linke PolitiktheoretikerInnen, wie Mouffe. Die Stoßrichtung dieses Denkweise ist dabei nicht der Extremismus der Mitte, sondern ein dezidiertes Vorgehen gegen einen entpolitisierenden Liberalismusbegriff der Marke TINA, der behauptet durch Deliberation jedweden Unterschied auflösen zu können.

    Ob Münkler problematisch ist, habe ich noch nicht entschieden (und bin insofern vllt unerwünscht hier), aber würde ich doch auf präzisiere (oder im Falle von CS richtige) Einordnungen achten.

  3. 3 Administrator 05. Mai 2015 um 14:46 Uhr

    Hallo Bob,
    wie du ja selber schreibst, war Carl Schmitt Mitglied in der NSDAP. Damit dürfte man den Mann sogar juristisch sauber als Nationalsozialisten, oder kürzer als „Nazi“ verglimpfen.

    Darüber hinaus ist angesichts der biografischen Problematik die Bezeichnung „Haus- und Hofjurist der Nazis“ eine gängige Titulierung für Schmitt, die sogar Prof. Dr. Münkler aufgriff.

    Und außer TINA-Liberalismus und Carl-Schmitt-Politik-ist-Kampf gibts ja auch noch mehr Möglichkeiten, oder?

  4. 4 Rainer Shice 05. Mai 2015 um 18:08 Uhr

    Ist es faschistisch, darauf hinzuweisen, dass sich besagter Staatsrechtler „Schmitt“ schrieb? Oder zeugt dieses Wissen bloß von meiner unverschämten sozioökonomischen Privilegiertheit?

  5. 5 Administrator 05. Mai 2015 um 18:52 Uhr

    Hallo Rainer Shice,
    nein, es ist nicht faschistisch auf Tippfehler hinzuweisen. Lediglich pedantisch. Trotzdem Danke fürs drauf Aufmerksam machen.

  6. 6 Bob 05. Mai 2015 um 20:04 Uhr

    Naja zu sagen, dass Alle die 1933 in der NSDAP waren Nazis waren, ist genauso ungenau, dass alle die in der SED waren Kommunisten waren. Da wird es halt sehr unscharf. Wer im März 1933 in die NSDAP eingetreten ist tat es möglicherweise aus bloßen Opportunismus und genau darin steckt ja auch der Vorwurf hinter dem ironischen Begriff „Märzgefallener“. Zum Anderen habe ich gar nicht darüber gesprochen, ob CS ein Nazis ist, das könnte man, wie ihr bemerkt, einfach deskriptiv bemerken. Mir ging es um den Begriff Faschist. Und zu sagen, dass „Haus- und Hofjurist der Nazis“ „gängig“ ist ein schwaches ad populum, welches ihr bei anderen Begriffen(„Schwarzafrika“) auch nicht gelten lassen würdet (nehme ich an, ich btw auch nicht :) ). Und ja es gibt mehr Möglichkeiten als TINA und Schmitt, aber es gibt auch noch genug Platz zwischen Göring und Carl Schmitt. Wer die pre 1933 Äußerungen von CS kennt, wird zum Beispiel wissen, dass mit Kommunisten eine gewisse Sympathie pflegte und den Nazis viel Verachtung entgegen brachte (schließlich unterminierten diese ja die staatliche Ordnung). Ihr habt den Begriff Faschist en passent auf CS angewandt und das war schlicht polemisch.
    Ich bin aber grundsätzlich nicht der Meinung, dass man in einem Kurs über Ideengeschichte Texte nicht lesen darf, wenn die Leute, die sie schrieben, Antisemiten, Faschisten oder sonst irgendwas sein sollten. Es geht ja um „Ideengeschichte“, das heißt einflußreiche Theorie-Menschen egal welcher politischen Couleur sollten gelesen werden, wenn sie denn einflußreich waren, also häufig rezipiert wurden. Das trifft auf CS ganz objektiv – ein Blick in bibliografische Datenbanken genügt – zu. Gleiches gilt für „das Politische“ zu, eine Größe über die man halt als TheoretikerIn nicht hinwegsehen darf und mit der die ganze politische Theorie bis heute knabbert.

    Ich verstehe btw euren Abschnitt über das Mittelmeer nicht. Erst sagt ihr, dass HM einen Einsatz ausschließt, aber dann fordert er doch militärisches Vorgehen? Hat er sich wirklich widersprochen?

    An dieser Stelle möchte ich mich dennoch für diesen Blog und eure Arbeit bedanken. Wir man hört lehnt ihr eine Diskussion (in Anwesenheit HMs) ab. Dazu habt ihr natürlich jedes Recht und schon aufgrund der größeren Übung des Professor wäre das ein ungleicher Kampf. Vielleicht findet ihre dennoch eine Möglichkeit ihn selber auf die Vorwürfe und die Kritik antworten zu lassen. Es würde von persönlicher Größe und Vertrauen in eure Leserschaft zeugen. Ich jedenfalls sehe viele eurer Kritikpunkte als berechtigt, verdächtige aber immer eine Abgrenzung und contra-Haltung den Leuten gegenüber über die man spricht. Es wäre ebenfalls interessant, wenn ihr Alternativen zu den besprochenen Denkern liefern würdet, das könnte der technisch Blog ja problemlos leisten.

  7. 7 hans meiser notruf 09. Mai 2015 um 17:19 Uhr

    Standard schreibt man immernoch mit ‚d‘ am Ende, ihr Dżender.

  8. 8 scardanelli 09. Mai 2015 um 17:22 Uhr

    Diese Anwürfe gegen Münkler sind erschreckend niveaulos. Sprachliche Nachlässigkeit und ideologische Verbohrtheit ergänzen sich kongenial. Eine inhaltliche Auseinandersetzung ist Zeitverschwendung.

  9. 9 Oh wie furchtbar... 09. Mai 2015 um 17:43 Uhr

    Oh wie furchtbar. Er hat sich negativ über das Gendern geäußert. Kreuzigt ihn. Typisch links: „…eine politisch starke Person als gute_n König_in einzusetzen,…“

    Welch politisch korrekte, links-dämliche Schreibweise. Ihr Typen habt die Universitäten und Astas befallen wie ein Virus.

    Natürlich studiert ihr Soziologie.

  10. 10 Lila Kuh 09. Mai 2015 um 17:49 Uhr

    Hinweise auf Tippfehler „pedantisch“ nennen und sich beim Prof über mangelndes Gendern aufregen. Ihr seid ja ein humoriger Haufen…

    Übrigens: Nochmal „Macchiavelli“ checken. Der ist auch nicht immer richtig geschrieben. Vielleicht etwas mehr mit der Lektüre auseinandersetzen als mit dem Dozenten? :)

  11. 11 Lann Hornscheide 09. Mai 2015 um 18:17 Uhr

    In diesem verleumderischen Beitrag offenbart sich einmal mehr die linke Blockwartmentalität der Autoren, die sie mit unerträglicher Arroganz und völlig ohne Selbstkritik zur Schau stellen.
    Gleichzeitig verkriecht man sich natürlich schön in die behagliche Sicherheit der Anonymität, um ja nicht für die eigenen Aussagen geradestehen zu müssen.
    Vermutlich würden ihnen in einer fairen Diskussion mit Prof. Münkler nach drei Minuten die Argumente ausgehen. Aber wen interessieren schon Inhalte, solange alles stramm durchgegendert ist.

  12. 12 Gerhard Leiner 09. Mai 2015 um 18:47 Uhr

    Man könnte die Kritik an Münkler ernst nehmen, wenn den irgendwelche triftigen Kritikpunkte genannt wären. Bislang sehe ich nur einen etwas unkorrekten Humor. Philosophinnen bei Platon? Echt jetzt? Und dass Ideengeschichte nunmal etwas mehr als zeitgenössische linksgerichtete Denker enthält, sollte auch irgendwie klar sein.

  13. 13 Berta 09. Mai 2015 um 19:10 Uhr

    Wenn man nicht einmal in der Lage ist, Standard richtig zu schreiben… Hilfe! Und Ihr möchtet ernsthaft über politische Theorie diskutieren?

  14. 14 Peter Treue 09. Mai 2015 um 19:35 Uhr

    Beim Spiegel wird aus dem Wortlaut über Flüchtlinge und Arbeitslose für Normalleser eine Meinung Münklers. Nun lese ich, dass er wahrscheinlich eine Meinung MIMTE, also diese vielleicht (ich war nicht dabei) als mögliche und wahrscheinliche, reflektionsarme Stammtischmeinung eines Normalbürgers formulierte (die man leider nicht nur bei Arbeitslosen findet). Das so herauszulösen und ihm rhetorisch inkorrekt und auch nicht nachprüfbar unter zu schieben, halte ich für Vorsatz und wirklichen Rufmord. Eure Herumreiten auf dem Wort „eigentlich“ gibt mir den Rest.

  15. 15 Peter Treue 09. Mai 2015 um 19:35 Uhr

    Beim Spiegel wird aus dem Wortlaut über Flüchtlinge und Arbeitslose für Normalleser eine Meinung Münklers. Nun lese ich, dass er wahrscheinlich eine Meinung MIMTE, also diese vielleicht (ich war nicht dabei) als mögliche und wahrscheinliche, reflektionsarme Stammtischmeinung eines Normalbürgers formulierte (die man leider nicht nur bei Arbeitslosen findet). Das so herauszulösen und ihm rhetorisch inkorrekt und auch nicht nachprüfbar unter zu schieben, halte ich für Vorsatz und wirklichen Rufmord. Eure Herumreiten auf dem Wort „eigentlich“ gibt mir den Rest.

  16. 16 Faschistoid 09. Mai 2015 um 19:40 Uhr

    Professoren haben mehr Macht, deshalb bleiben die hiesigen Blogwarte anonym?
    Das verrät alles: sie wollen die Macht über Sprache, Denken und Lehre.
    Stalinisten.

  17. 17 GerryMandering 09. Mai 2015 um 19:44 Uhr

    LOOOL :D Caro Meyer du schwules Mädchen!!!

    Aber ich möchte mich an dieser Stelle nochmals und herzlichst bei all meinen Politikdozenten bedanken, die, wie man hier sehr anschaulich sieht, immer wieder bewusst mit problematischen Aussagen enormes und vor allem auch privates Risiko auf sich nehmen, um eigenständiges Denken bei Ihren Studenten zu provozieren. Dass sich sowas bei Euch nicht verfängt, ist nicht die Schuld Dritter.

    Zu Eurer ekelhaften Grundhaltung, dass Kritiken unter Angabe Eurer Klarnamen dazu führen würde, dass man Euch durch Prüfungen fallen lässt und deshalb Eure Chancen auf Erwerbsarbeit gemindert werden würde, kann ich nur sagen, dass ich im Anschluss an mein Studium explizit für die offenen Schlagabtäusche, die ich mir mit Politik-Dozenten geliefert habe exzellente Empfehlungen gekriegt habe, die meine „nur“ guten Abschlüsse erheblich aufwerten. Tatsächlich wurde mir sogar wirklich mal von einem Dozenten explizit angedroht, dass er mich einfach durch die Prüfung fallen lässt, wenn ich nicht die Klappe… Ich habe mit „sehr gut“ bestanden, weil er mich an der Nase herumführen wollte und getestet hat, ob ich darauf reinfalle. :) ))

    Und wenn Euer Professor sagt, dass er in einer Vorlesungsveranstaltung sein Programm durchbringen muss und man in Grundkursen diskutieren kann, hat er völlig Recht. Sorry… so ist das halt an der Uni, aber wenn Ihr nur Grundkurse habt, seit Ihr wohl alle noch BA-Studenten und noch nicht mit dieser Institution vertraut.

    Persönlich bin ich sehr froh, dass mein Politikstudium vorbei ist, weil dieses Fach leider Gottes den geistigen Bodensatz anzieht wie Scheiße die Fliegen und im Gegensatz zu Euren Ängsten leider keine Möglichkeiten für Säuberungen der Institute für Politikwissenschaft bestehen.

  18. 18 M. H. 09. Mai 2015 um 20:20 Uhr

    Schon ein wenig armselig, dass Ihr Eure Probleme mit Eurem Dozenten im Internet auslebt, anstatt ihn direkt in bzw. nach der Vorlesung anzusprechen oder eine persönliche Diskussion zu entwickeln. Aber es ist ja intellektuell auch viel herausfordernder und fürs eigene Ego viel schmeichelhafter sich von gleichgesinnten Claqueur_innen im Internet zu präsentieren, als möglicherweise im persönlichen Gespräch mit den eigen Unzulänglichkeiten konfrontiert zu werden, die simple Reflexeinschätzungen nach sich ziehen á la „Carl Schmidt wurde als Persona non grata erklärt also wollen wir über ihn nichts in einer Vorlesung hören“. Alles in allem ist diese Form von Blog der unreflektierte, spätpubertäre Versuch sich unkritisch tieferen Wissen zu nähern. Ich wünsche Euch viel Glück bei Eurem Studium, denn mit dieser Form von Arroganz und Ignoranz werdet ihr es sicher brauchen.

  19. 19 Mesut K. 09. Mai 2015 um 20:39 Uhr

    Soll dieser ideologisierte Ausgrenzungsversuch gegen den (offensichtlich) politischen Feind als Verhaltensmodell für alle modernen Menschen fungieren? Wenn ja, denke ich, solltet ihr eire Vorstellung einer freien Gesellschaft nochmal durchdenken.

    Aber schön, wie ihr das, was bei Schmitt noch deskriptiv war, ins Normative verkehrt und euch dieser Konsequenz auch gleich selbst nicht entziehen könnt.

  20. 20 Heribert 09. Mai 2015 um 21:09 Uhr

    Zurück in die Küche mit euch!

  21. 21 Konstantin 09. Mai 2015 um 21:52 Uhr

    Letztens war Münkler bei Anne Will zu Gast.

    Man erwartet von einem Wissenschaftler einen berufstypisch neutralen, ungebundenen Geist. Bei Herrn Münkler hatte ich den Eindruck, dass seine Position eher die eines parteiischen Kommentators ist.

    Kann mich irren… aber so kam`s jedenfalls rüber, auch meine Frau (Wissenschaftlerin) war irritiert.

  22. 22 Klaus Pichler 09. Mai 2015 um 22:05 Uhr

    Wie wäre es, den Beitrag vor der Freigabe auf Rechtschreib- und Kommafehler durchlesen zu lassen? Oder genügt einfach die gute Gesinnung?

  23. 23 Linksundnichtrechts 09. Mai 2015 um 22:23 Uhr

    Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant!

  24. 24 Sebastian Wiemann 09. Mai 2015 um 22:49 Uhr

    Ich bin sehr froh, daß sich Münkler über’s Gendern lustig macht. Das erfordert heutzutage einen gewissen Mut. Ich bin Stammwähler einer linken Partei und freue mich ausdrücklich auch über Debattenteilnehmer, die „rechts“ sind. Ich kenne Herrn Münklers Ansichten nicht, vermute aber mal, daß er eher konservativ tickt. Das finde ich nicht toll, aber Demokratie funktioniert nur, wenn konträre Meinungen zum Ausdruck gebracht werden können.

    Die Initiatoren dieses Blogs scheinen offenbar sehr von ihrer linksalternativen Weltanschauung eingenommen zu sein. Nicht jeder macht alles mit, was sich heutzutage „links“ nennt. Auch als Linker kann man ausdrücklich Gender-Ideologie, Feminismus und negativen Nationalismus ablehnen.

    Vielleicht ist es eine schmerzliche Einsicht, aber jeder Normalmensch in der Welt da draußen lacht sich scheckig über’s Gendern. Kommt mal aus eurer Selbstbespiegelung heraus. Man darf als Student nicht nur Professoren hinterfragen (z.B. Lann Hornscheidt oder Heinz-Jürgen Voß), sondern auch sich selbst.

    PS: Hier noch eine Link-Empfehlung http://genderama.blogspot.de/

  25. 25 Sindy 09. Mai 2015 um 23:38 Uhr

    Was ist nur aus unseren Studenten geworden?!! Als ich (vor 20 Jahren) studiert habe, haben wir uns im Anschluss an Vorlesungen teilweise heftigste Diskussionen mit den Profs geliefert. Immer direkt aber respektvoll. Das war natürlich intellektuell anstrengender als der einfache Weg, den man heute geht (anonymes Denunziantentum im Internet), aber es war auch unheimlich bereichernd (für beide Seiten!). Übrigens war uns auch damals klar, dass eine Vorlesung nur ein kleiner Ausschnitt, quasi ein kleiner Denkanstoß ist. Die Unibibliotheken sind voll und keiner wird daran gehindert, die Autoren, die er in der Vorlesung vermisst, im Selbststudium zu lesen.
    Wenn das hier intellektueller Standard der heutigen Studentengeneration sein sollte, können wir wohl für die Zukunft gute Nacht sagen.

  26. 26 Klaus Pichler 10. Mai 2015 um 7:10 Uhr

    Vielleicht könnte man Herrn Münkeler dazu animieren, im nächsten Semester ein Privatissimum zu folgendem Thema abzuhalten:

    Gendern – Die Substitution der Religion durch die Vergöttlichung des Femininums

    Zusätzlich mit den praktischen Übungen: Das Gendern als Killerin der deutschen Sprache

  27. 27 Laplace 10. Mai 2015 um 7:23 Uhr

    Es ist wirklich erschreckend auf welchem Niveau die Kritik vorgetragen wird. Ihr zeigt offen dass ihr nicht im Ansatz genug über die Themen wisst um auch nur ansatzweise einschätzen zu können ob die Inhalte unpassend oder verzerrt dargestellt werden. Nicht jede politische Theorie Einführung muss so klingen wie der antifa Theorievortrag einer philosophiestudentin im dritten Semester.

    Und ja, munkler läuft sicherlich nicht im schwarzen block mit. Aber das lernen der Theoretiker wie Schmitt aufgrund so armseliger Argumente wie der war bei der nsdap zu kritisieren zeigt allzu deutlich euer Niveau. Ad hominem Kritik und nicht inhaltlich. Es wurde häufig genug auf die Rezeption von Schmitt durch mouffe und laclau hingewiesen deren postmarxistische Theorie zumindest im Akademischen zu einer der einflussreichsten linken Theorien der letzten 20 Jahre avanciert ist. Aber solang wir mit einfachen Parolen munkler mit den Nazis verbinden können ist uns sowas egal, oder?
    Man muss nicht alles feiern was ein Prof sagt. Man kann auch anderer Meinung sein. Daraus aber Rufmord zu machen anstelle sich in Ruhe hinzusetzen und Literatur zu lesen um einen akademischen Diskurs einzugehen wäre aber sicherlich zu anstrengend…

    Falls ihr wirklich mal weit in euerem Studium kommt dann werdet ihr diese Aktion hart bereuen. Man kann wirklich nur empfehlen diesen mist schnell einzustellen und zu einem einigermaßen sinnvollen Umgang zu finden. Aber warum positive Reformen einfordern (melden und darauf hinweisen dass man auf das gendern wert legt, fragen wie Schmitt vor dem Hintergrund seiner nsdap Mitgliedschaft zu verstehen ist, etc) wenn man sich völlig kontraproduktiv als pseudorevolutionär profilieren kann. Innerhalb eines sehr kleinen und intellektuell mit scheuklappen behafteten Kreises seid ihr bestimmt derzeit die größten Helden.

    Ach ja, glaubt ihr wirklich dass einen Prof eure „kritische“ Meinung innerhalb der VL so schokiert und sein weltbild so verstört, dass er euch nach eurem Namen fragt oder den versucht auf andere Art und weise heraus zu finden? Kurzer hinweis: nein. Ob ihr dass bei Kommilitonen mit anderer meinung nicht probieren würdet, da bin ich mir aber nicht sicher…

  28. 28 Bob 10. Mai 2015 um 9:18 Uhr

    Wie schön sich hier Leute über diese kleine „t“ am Ende von Standard aufregen. Ihr atmet so laut durch eure Münder – ich kann euch bis hierher hören. Ich nehme an, dass es ihr es nicht wisst, aber auf so einer Sache herumreiten ist eine der billigsten Formen von Scheinargumenten die es gibt.

  29. 29 Niccolò 10. Mai 2015 um 10:09 Uhr

    Das problematischste an eurer polemisierenden Kritik ist nicht so sehr die Subjektivität der Argumente, sondern vor allem der stetig herrschende Anachronismus und das Vergessen des zeitgeschichtlichen Hintergrunds der Zitate und Meinungsbilder, die Münkler referiert. Formal, inhaltlich und argumentatorisch ist euer Blog eine einzige Zumutung und zeugt nicht gerade von einer zur Differenzierung fähigen Geisteshaltung. Kein Wunder habt ihr Probleme mit dem Inhalt seiner Vorlesung.

  30. 30 Hamburger 10. Mai 2015 um 11:23 Uhr

    Kindergarten…

  31. 31 Aschersleben 10. Mai 2015 um 11:49 Uhr

    @AdminWer es pedantisch findet, auf die korrekte Schreibung des Namens Schmitt zu bestehen, hat in einer höheren Lehranstalt ohnehin nichts verloren. Wie wär’s denn gleich mit Göte oder Karl Krauß? Ist es nicht irgendwie kolossal peinlich, wenn Leute, die meinen, alles besser zu wissen, sich mit Ignoranz schmücken? Münkler wäre das jedenfalls nicht passiert. Merke: Wissenschaft hat mit Intelligenz und Bildung zu tun. Wer beides verachtet (wie etwa Münklers Rhetorik!!), sollte nicht sinnlos Studienplätze belegen.

  32. 32 nb 10. Mai 2015 um 12:32 Uhr

    Grundsätzlich bin ich durchaus Eurer Meinung, dass die Uni unter dem Druck einer breitgesellschaftlichen ‚Durchökonomisierung‘ zunehmend zu einem kritikentleerten Ort der reinen Arbeitsmarktquali- bzw. zertifizierung verkommt. Und auch an den Thesen und Beobachtungen von Mohr Et. Al. mag dran sein, dass die (fiskalisch erzwungene Drittmittel-) Verquickung von Wissenschaft nicht nur die Privatwirtschaft, sondern auch staatl. („Sicherheits“-) politische Einrichtungen betrifft.

    Dennoch fehlt mir in Eurer (leider allzuoft persönlich-polemischen) Kritik ein fundamentales Gut universitärer Bildung: Die differenzierende Analyse und Wissenschaftlichkeit. Ihr habt die öffentlich-kritische Auseinandersetzung gewählt, deren diskursive Regeln Euch nun auf den Fuß zu fallen drohen: Mitunter geraten Eure Ausführungen, welche (durchaus umstrittene) wissenschaftliche mit politischen Begriffen vermengen und (unzulässig) gleichsetzen, in den Bereich der (unkritischen, weil nicht selbst-reflexiven) Vermutung und Unterstellung.

    In Euren Texten vermengt sich immer wieder in unangenehmer Weise eine (nicht argumentativ nachvollziehbare) Interpretation mit kurzen versatzstückhaften Zitaten. Es ist auch häufig nicht klar, ob es sich bei den verwendeten Begriffen um Polemik, Meinung oder Vorlesungsinhalte dreht. – Daran leidet die Glaubwürdigkeit und Schärfe der Kritik enorm.

    Es würde mich freuen, wenn Ihr Eure Kritik nicht rein auf die – für die Öffentlichkeit nicht nachvollziehbaren – Gedankenprotokolle und Beobachtungen verbaler, vereinzelter Äußerungen in Vorlesungen stellen würdet, sondern eine adäquatere und schärfere Analyse vorlegen könntet… Stichproben in Münklers Texten (nicht nur den explizit politisch-medialen) ergaben für mich keinen Skandal hinsichtlich Eurer These eines impliziten Sexismus / Chauvinismus / Rassismus. – Aber ich kenne seine Publikationen auch nicht.

    Ich freue mich darauf, eine von Euch vorgelegte eingehendere, differenziertere und nachvollziehbare Kritik (wie wäre es mit einem längeren Essay?) zu lesen!

    Auch würde es mich freuen, wenn Ihr die vorliegende unethisch-anonyme Form, die natürlich Euer gutes (und zu schützendes) Recht ist, verlassen würdet – fehlt es in der reaktionären Mitte unserer Gesellschaft (und eben den Unis) nicht gerade und zunehmend an Vorbildern einer kritikoffenen Diskussionskultur?

  33. 33 Sebastian Wiemann 10. Mai 2015 um 13:06 Uhr

    Zitat von Bob

    Wie schön sich hier Leute über diese kleine „t“ am Ende von Standard aufregen. Ihr atmet so laut durch eure Münder – ich kann euch bis hierher hören. Ich nehme an, dass es ihr es nicht wisst, aber auf so einer Sache herumreiten ist eine der billigsten Formen von Scheinargumenten die es gibt.

    Nun, es sagt schon einiges über den geistigen Horizont eines Menschen aus, wenn er derart suboptimale Rechtschreibung abliefert wie im obigen Artikel.

    Offenbar ist Ihnen entgangen, daß in dieser Diskussion neben der Kritik an Orthografie vielfältige Argumente auf der Sachebene dargelegt werden.

    Ich höre Ihr empörtes Atmen übrigens bis hierher in meine Wohnung.

    Ich persönlich finde den Verfall unserer angewandten Schriftsprache sehr bedenklich. Gefördert wird er natürlich auch durch solch „progressive und sozialreformerische“ Projekte wie die Rechtschreibreform, die auf die 68er-Ideologie zurückgeht. Damals sah man in der „Deregulierung der Herrschaftssprache“ ein Instrument des Klassenkampfes.

    Da hat man wohl sein Ziel erreicht, wenn die formal gebildeten Schichten immer schlechter die Rechtschreibung und Grammatik beherrschen.

    Die Rechtschreibreform und die „Deregulierung der Herrschaftssprache“ sind gewissermaßen ein „Programm der Erziehung zu sexueller Vielfalt und Toleranz“ – nur auf sprachlicher Ebene. Linke sozialreformerische Folklore, die genau das Gegenteil dessen erreicht, was sie anstrebt.

    Es ist traurig, daß die Linken so wenig Ideologiekritik an sich selbst üben, dafür aber umso mehr mit der Moral-Keule und Rechtsextremismusvorwürfen gegen alle Andersdenkende vorgehen.

    Das ist wohlgemerkt ein konstruktiver Hinweis eines peinlich berührten Linken.

  34. 34 Ein Ex-Deutscher 10. Mai 2015 um 13:55 Uhr

    Zitat von Sebastian Wiemann:

    „Ich persönlich finde den Verfall unserer angewandten Schriftsprache sehr bedenklich“

    Was genau ist denn daran bedenklich? Ich bin vor 10 Jahren aus Deutschland ausgewandert und habe schon lange kein Deutsch mehr geschrieben. Viele sind aus anderen Laendern nach Deutschland eingewandert und koennen desshalb nicht so gut Deutsch. Wenn man genug reist, lern man schnell, dass nicht jeder jede Sprache perfekt beherrschen kann. Solange wir uns gegenseitig versteandigen koennen, ist doch alles gut. Es gibt keinen Grund eine Sprache als Instanz zu behandeln. Vielmehr ist es ein sich andauernd veraenderndes Kommunikationsmittel. Was aber noch schlimmer ist, von der Schreibfaehigkeit auf den Intellekt zu schliessen. Das zeugt naemlich von mangelnder Logik, vorschneller Urteilsziehung und falscher Prioritaetensetzung.

    Die ist uebrigens ein Beitrag eines Wissenschaftlers mit PhD.

  35. 35 Ein Ex-Deutscher 10. Mai 2015 um 14:08 Uhr

    Ein Kommentar bzgl. der Anonymitaet der Autoren:

    Anonymitaet ist ein wichtiges und Diskussionsfoerdernde Technik, denn sie verhindert Ad Hominem Fallacies. Fuer die Qualitate eines Arguments macht es kein Unterschied ob es von einem Professor oder Hauptschueler vorgetragen wird. In einer Diskussion geht es darum of die Argumente ueberzeugend sind, gestuetzt von Beispielen, Fakten oder logische hergeleitet. insofern hat Anonymitaet nichts mit Feigheit zu tun. Wenn man in einer 1:1 Gegenueberstellung eine Diskussion verliert hat das sehr haeufig mit Retorik, Redegewandtheit und Persoenlichkeit zu tun. Leider, denn diese Faktoren haben nicht mit der Qualitaet der Argumente zu tun.

  36. 36 DerLieferant 10. Mai 2015 um 15:34 Uhr

    Sozialromantiker! Diese Welt ist hart und böse, weil die Resourcen knapp sind. Das war sie zu Zeiten der Römer und ist sie heute. Menschen streben Wohlstand/Komfort an und/oder wollen sich selbst verwirklichen, zur Not auf Kosten anderer. Das Ende der Leibeigenschaft im weiteren Sinne (Arbeitskraft = Energie) fällt nicht umsonst mit dem Beginn der Kohleförderung und Erfindung der Dampfmaschine (=Energie) zusammen. Wenn wir den Wohlstand nicht hätten, würden wir bereitwilliger in Kriege ziehen um an Resourcen zu kommen. Tun wir ja auch, nur halt im Verborgenen, damit das Gewissen, speziell das der Intellekutellen nicht beunruhigt wird. Wenn wir damit aufhören und den Wohlstand verliehren,… da capo al fine.

    Und der Rohstoffstrom ist absolut. Wenn man überschlagsmäßig davon ausgeht, dass etwa 1 von 7 Milliarden Menschen derzeit in Wohlstand leben und man würde jetzt fair teilen, müsste jeder dieser eine Milliarde Menschen 7 mal solange warten bis er sich ein neues Produkt kauft. Bei mir hält ein Laptop 5 Jahre. Also müsste ich 30 Jahre warten bevor ich mir einen neuen kauf. technischer Fortschritt ist dann schwierig und langsam. Aus hermeneutischer Sicht kann High-Tech nur funktioneren, wenn der zukünftige Ingenieur viel mit High-Tech konfrontiert ist.

    Aber vielleicht richtets ja die Zeit? Zum einen geht ein Rohstoff wie z.B. Kupfer ja nicht verloren, akkumuliert sich. Zum anderen haben wir heute Technik, die z.B. zur Datenübertragung nichtmehr auf Kupfer angewiesen ist (Handy/Glasfaser). Und die haben wir heute schon, weil wir viele Resourcen zur Verfügung hatten. Davon profitiert Afrika jedoch unmittelbar. Funkmast und gut.

    Allerdings wird es noch eine Weile dauern bis wir genügend Material haben um allen Wohlstand zu bieten, aber auch nur solange die Weltbevölkerung nicht schneller wächst als wir buddeln können. Doch auch wenn man es hinkriegt, dass sich die Bevölkerung auf einen festen Wert einpendelt, stellt sich immernoch die Frage wie man die Zeit überbrückt?

    Ohnehin braucht jedes Land unterschiedliche Rohstoffe je nach Entwicklungsstatus. Der Stahl-, Kupfer- und Kohleverbraucher heute schlechthin ist Asien speziell China. China verbraucht hier jeweils ca. 50% der Weltproduktion. Beim Erdöl jedoch nur etwas über 10%. Stahl Kupfer und Kohle sind nunmal viel elementarer zum Aufbau einer Infrastruktur. Eigentlich müsste Afrika mit China um genau diese Rohstoffe konkurieren?

    Viele der Flüchtlinge fliehen wegen politisch instabilen Verhältnissen oder Krieg. Wie gesagt, hätten wir den Wohlstand nicht, sähe es bei uns denke ich ähnlich aus. Selbst Stagnation macht die Menschen verrückt. Es muss weitergehen, besser werden. Allerdings ohne Resourcen schlecht möglich. Und helfen können wir nur, wenn wir selbst stark sind und friedlich leben.

    Was ist nun eine gangbare Lösung?

    Entweder Afrika versucht jetzt seine Wirtschaft zu entwickeln, in Konkurenz zu China. Oder aber man wartet ab bis China mit dem gröbsten durch ist und fragt dann die Rohstoffe nach, die derzeit dort zum Aufbau des Landes verbraucht werden. Gleichzeitig muss sich der Rest der Welt angewöhnen noch besser zu recyclen. In Europa klappt das mittlerweile sehr gut. Abgesehen von Elektroschrott und Erdölprodukten haben wir sehr hohe Recyclingquoten. Und ganz offensichtlich hat der materielle Reichtum fast aller Länder in den Vergangenen 50 Jahren dramatisch zugenommen. Also ist mehr Material im Umlauf. wahrscheinlich genügend um einer Weltbevölkerung von 1950 (2 Milliarden) ein sehr gutes Leben bieten zu können.
    Das Bevölkerungswachstum muss Afrika derweil in der Griff bekommen. Eine eventuelle Neugliederung seiner Länder auch. Da kann man auch nicht wirklich von außen was machen, unterstützen ja – jedoch müssen sich die Afrikaner mit denen, die ihr Land voranbringen identifizieren können. Und in dieser Rolle sehe ich schlecht einen weißen Europäer, obgleich der die Erfahrung hat wie man sowas umsetzt. Tricky, aber wenn alle an einem Strang ziehen und ihnen das Ziel wichtiger ist als die Hautfarbe machbar.

    Nun das Flüchtlingsdilemma. Was macht man mit jungen Afrikanern, die im Internet gesehen haben was wir als menschenwürdige Lebensumstände sehen? Die das auch wollen und zwar jetzt? Und das immer mehr werden, die das wollen? Afrikas Bevölkerungswachstum nach Europa exportieren?

    Besser Programme auflegen, welche klipp und klar zum Ziel haben eine Verbesserung in afrikanischen Ländern durch Afrikaner zu erzielen. Dazu Austauschprogramme fördern in denen es primär um die Ausbildung in Berufen geht die das jeweilige Land braucht. Dazu müssten sich aber Teilnehmer verpflichten ihrem Land treu zu bleiben und nach der Ausbildung dort etwas bewirken.

    Es ist keine Schande bei anderen abzukupfern, Japan und China wären heute nicht da wo sie sind, hätten sie es nicht gemacht. Zudem gilt dort kopieren als eine Form der Anerkennung, da man die bessere Lösung übernommen hat. Arroganz ist dies übrigens nicht. Man denke auch daran woher das Siegel „Made in Germany“ kommt, ja auch D hatte lange Zeit kopiert.

    Allerdings selbst wenn man im Mittel 30 Millionen Afrikaner in Europa ausbildet entspricht dies nur einem Jahrgang. Also könnte nur jeder dritte eine Lehre/Bachelor machen. IMHO wären aber, damit genügend Know-How mitgenommen werden kann 2 Jahre Vorbereitung, 3-5 Jahre Ausbildung, 3-5 Jahre Berufserfahrung sinnvoller. Sprich nurnoch jeder 10. solch eine Ausbildung bekommen. Was erzählt man den anderen 9? Habt Geduld? Bis es bei Euch besser ist? Dieses Abwarten hatten führende (wohlgemerkt Ostdeutsche) Intellektuelle 1989 auch gefordert. Hat nur nicht gefruchtet. Und heute? 15-20% der Ostdeutschen sind abgewandert, dank Soli perfekte Straßen, aber die Industrie hat sich nicht erholt. Und immernoch wandern die Menschen ab. Dabei war und ist der Unterschied wesentlich geringer, als der zwischen Europa und Afrika. Die Folgen einer bedingungslosen Reise- und Aufenthaltsfreiheit sollten klar sein.

    Wie also damit umgehen? Realistisch hilft da erstmal nur: Grenzen Dicht und die Möglichkeit eines legalen Aufenthalts für die klugen und talentierten schaffen, mit der zu unterzeichnenden Bedingung sein Land anschließend aufzubauen. Die Chinesen achten penibel darauf, dass ihre klugen Köpfe wieder zurückkommen, der Erfolg ist zu sehen.

    Weil sich aber keiner traut sowas öffentlich zu auszusprechen, da das Individuum in unserer Gesellschaft (aus gutem Grund, jedoch teils unverhältnismäßig) über das Gemeinwohl gestellt wird und Sympathien für Empathiebekundungen zu erhaschen sind, kommt man hier auch nicht zu einem Konsenz.

    Und daher wird es weiterhin so sein wie der Postillon titelte:

    „EU sucht weiter nach perfekter Zahl an Ertrunkenen, um Flüchtlinge abzuschrecken, ohne Bürger zu verärgern“

    Ich kenne den Prof nicht. Ich denke aber wenn man sich realistisch mit der Welt beschäftigt kann man die Anwendung von Formen der Gewalt (auch als Handlungsmittel) nicht ausblenden. Sie ist ein Regierungsmittel und selbst die wohlwollenste Regierung der Welt übt durch erlassen von Gesetzen eine Form der Gewalt aus, die immer zum Nachteil von Individuen sind. Ferner ist der Kampf um politische Macht nicht nur ein großes Hindernis in der Planung langfristiger Politik, sondern schlicht Ausdruck eines Machthungers der uns innewohnt.

    Das mag man verdammen, aber um die Welt zu verstehen und verändern zu können ist die Betrachtung dieser Verhalte nicht unwesentlich. Die Interpretation obliegt ohnehin einem selbst. Und dass Sie sich damit kritisch auseinandersetzen ist doch eine gute Übung :)

    Um eine Meinung zu hören, die sie schon kennen können sie auch „Ihr politisch eindeutiger Begriff, z.B. NEW WORLD ORDER“ auf Youtube eingeben und sich jedes weitere empfohlene Video anschauen. Die Weltanschauung der einzelnen Videos ändert sich dabei nicht, sie ist ähnlich. Machen sie das mal mit was verwerflichem, wie „Auschwitzlüge“. Diese Videos haben alle 98% Likes. Aus Sicht dessen, der sich in diesem Weltbild bewegt eine permanente Bestätigung ebendessen.

    Andere Ansätze, Meinungen von vornherein abzulehnen ist daher gefährlich für das eigene Weltbild – es wird sich nie verändern können. Genauso naiv ist es das Gesamtwerk wichtiger Denker zu verteufeln, weil sie an anderer Stelle falsch lagen. Wer selbst meint immer richtig zu liegen und zu handeln ist obernaiv und selbst wenn es ihm einigermaßen gelingt stellt sich immernoch die Frage inwiefern man da nicht vom Glück einer späten Geburt sprechen kann.

    Andere hinterfragen ist nicht verkehrt, aber um sich selbst zu hinterfragen, bedarf es einer anderen Meinung.

    Versucht doch mal mit Eurem Prof anhand geschichtlicher Beispiele durchzugehen, was eine Öffnung der Grenzen mit sich bringen würde und geht planmäßig durch, welche gangbaren Alternativen es gibt.

    Die Schiffe frühest möglich abfangen, zum Ausgangshafen zurückbegleiten alle von Bord bringen und anschließend versenken. Alternativen schaffen. Das wäre wahrscheinlich langfristig die menschenwürdigste Variante.

  37. 37 Steffen Raschack 10. Mai 2015 um 19:58 Uhr

    Eigentlich ist alles ganz anders…..

    Eigentlich ging es gar nicht um die Befreiung der Frau, weder mit der Emanzipation noch mit dem Gendern, denn nehmen wir mal eine Familie

    mit 2 Kindern, 1 u 3 Jahre. Mit einem Verdiener oder einer Verdienerin die 2500 brutto erhält, mit Kindergeld und StKl 3, 2244€ netto, plus Betreuungsgeld, von Frauenbefreierinnen bösartig Herdprämie genannt, 300€. In Summe 2544 €.

    Wenn der zweite Partner in Teilzeit jetzt 1000€ brutto erwirtschaftet, erhält er 681,75 netto. Die Kinder müssen dann fremd betreut werden, und es fällte das Betreuungsgeld weg, aber 200€ Kindertagesstättenbetrag an. Bleiben noch genau 181,75 netto übrig. Die gehen vollständig für die Organisation wie zweites Auto, teureres Essen, wegen Zeitmangel, Benzin usw. drauf. Kurz und gut, der Kapitalismus, das Schweinesystem, profitiert und davon verdient der Staat über Steuern wie Mineralöl, Umsatzsteuer, gut mit. Weiterhin spart der Frauen befreiende Staat , da der Teilzeitarbeitende jetzt nicht mehr familienversichert ist, die Familie gibt mehr aus, ohne eigentlich den tatsächlichen Wohlstand zu steigern, allerdings werden Familienkonflikte wegen zunehmenden Stresses wahrscheinlicher! Der Staat regelt das schon!?!?, eigentlich

    Es geht darum, alle an die Arbeit zu bekommen, von deren Profit, sich der Staat, personalisiert in zukünftigen Sozialarbeitern, die eigentlich Berufsrevolutionäre werden wollten und deshalb Soziologie an der HU studierten, ein gehöriges Stück abschneidet. Gleichzeitig steigen die prekären Beschäftigungsverhältnisse an, denn irgendwie muss die teurere, outgesourcte und im Übrigen die Ökologie bedrohende Familienarbeit ja bezahlt werden. Dass dies so ist, findet der geneigte Leser hier! http://einmischen.info/33.html. Ehrlich gesagt, als alter weiser!!! Mann sieht Selbstverwirklichung und Befreiung der Frau für mich anders aus! Die Klagen über die Probleme und Folgen für die dem Joch der Ehe ins Loch der Lohnarbeit befreiten prekär vergüteten Erzieherinnen (siehe hier http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/kita-streik-so-hart-ist-die-arbeit-der-erzieherinnen-a-1032950.html ) zeigen ja, so toll ist es nicht, für andere die Kinder zu erziehen. Ob alles für das Wohl für Kinder getan wird und eine Verwirklichung von Artikel 6 GG gewährleistet, darf bezweifelt werden. Welche Folgen die zunehmende Fremderziehung, letztendlich staatlich kontrolliert , für die Struktur einer freiheitlich demokratischen Grundordnung oder Demokratie hat oder haben kann, ist ein anderes aber eigentlich auch wichtiges Thema! Für mich ist es erstaunlich, mit welcher Naivität heutige studenten nach Faschismus und Realsozialismus ihre Freiheit und Selbstbestimmung für eigentlich ominöse Befreiungsversprechungen aufgeben, die da waren, wir befreien Eure Kinder und Frauen von Benachteiligungen. Eigentlich wäre es besser gewesen, Mann und Frau hätten schon damals eingesehen, dass ein Machtanspruch in einer Partnerschaft zwischen den Geschlechtern nur den Mächtigen nutzt, aber eigentlich die damals Ohnmächtigen heute nur übermächtig werden wollen! So ist das mit dem eigentlich!

  38. 38 radikallektüre 11. Mai 2015 um 0:38 Uhr

    Gegen diesen deutschen Ideologen wollt ihr ausgerechnet die Pietät verteidigen?

  39. 39 Dr. Alexander Dill 11. Mai 2015 um 7:32 Uhr

    Natürlich können die Schöpfer der politischen Theorie und des Politischen nicht rückwirkend political correct sein.
    Ideengeschichte ist immer auch die Geschichte von heute verpönten Ideen und es kann gut sein, dass der Genderismus auch einmal selbst das Schicksal erleidet, nicht mehr als opportun zu gelten.
    Insofern kann man Dozenten nie vorwerfen, Ideengeschichte zu erzählen.
    Es gibt inzwischen eine Initiative, das Alte Testament als jugendgefährdend weil gewaltverherrlichend zu verbieten bzw. aus der Bibel zu entfernen.
    Solche Übungen wären aber selbst nur eine Fortsetzung der Ideengeschichte, in der es ja dann ganz offensichtlich um Macht ginge – nämlich um die Macht der Definition des jeweils politisch Korrekten.

  40. 40 Chaostheorie 11. Mai 2015 um 11:51 Uhr

    Zitat von: Ein Ex-Deutscher

    „Ein Kommentar bzgl. der Anonymitaet der Autoren:
    Anonymitaet ist ein wichtiges und Diskussionsfoerdernde Technik, denn sie verhindert Ad Hominem Fallacies. Fuer die Qualitate eines Arguments macht es kein Unterschied ob es von einem Professor oder Hauptschueler vorgetragen wird. In einer Diskussion geht es darum of die Argumente ueberzeugend sind, gestuetzt von Beispielen, Fakten oder logische hergeleitet. insofern hat Anonymitaet nichts mit Feigheit zu tun. Wenn man in einer 1:1 Gegenueberstellung eine Diskussion verliert hat das sehr haeufig mit Retorik, Redegewandtheit und Persoenlichkeit zu tun. Leider, denn diese Faktoren haben nicht mit der Qualitaet der Argumente zu tun.“

    Richtig, doch für diesen Fall nicht relevant: Der aus dem Dickicht angeschossene Diskutant Münkler kann sich wohl kaum noch in die Anonymität zurückziehen, um mit den Blogbetreibern auf Augenhöhe zu diskutieren. Das wäre ja eine Möglichkeit gewesen: Sich argumentativ-inhaltlich mit den missliebigen Passagen, Werken und Denkern auseinandersetzen (gerne auch im Blog), OHNE Herrn Münkler dafür in Haftung zu nehmen. In dem Fall wäre von den hier vorgebrachten „Argumenten“ erst recht nicht viel übrig geblieben, vielmehr wäre der Schuss wohl ungehört (oder ungelesen) verhallt. Bleibt die Vermutung, es ging den Urhebern hier mehr um den Skandal als die Sache.
    Es gilt wohl: Mag dein Ansinnen auch jeder Grundlage entbehren, artikuliere es nur laut genug, dann wirst du gehört werden. Und SPON macht sich zum Verstärker. Abenteuerlich.

  41. 41 thegurkenkaiser 11. Mai 2015 um 17:30 Uhr

    Super blog, weitermachen und nicht einschüchtern lassen. Die absurd überzogen, bzw. Falschen Reaktionen zeigen dass die Anonymität legitim und notwendig ist.

  42. 42 Ein Ex-Deutscher 12. Mai 2015 um 1:07 Uhr

    @Chaostheorie

    Ich glaube, dass jegliche art von intellektuellem austausch foerdernd ist. die veroeffentlichung dieser diskussion hat leute zum denken und argumentieren motiviert. ich kannte das wort gendern gar nicht und nun kenne ich es und weiss sogar ein wenig ueber dessen kontroverse geschichte. es ist kleines puzzle stueck in der informationsflut, welches menschen reflektieren laesst – und das it gut. oeffentliche figuren sind immer platformen die als aufhaenger fuer diskussionen dienen. den sympathien und antisymphatien gegenueber Prof. Muenkler nach zu beurteilen, wird er keinerlei negative konsequenzen habe. es ist relativ ausgeglichen. als oeffentliche figur muss man das in kauf nehmen. wenn muenkler „nur“ ein wissenschaftlicher assistent waere haette spon sicher nicht darueber berichtet.

  43. 43 Susi 12. Mai 2015 um 8:43 Uhr

    Ja, es ist durchaus möglich, dass Ihr Nachteile hättet, wenn hr mit offenem Visier „kämpfen“ würdet.Aber man kann eben im Leben so gut wie nie alles haben – man muss sich entscheiden. Das macht aber auch eine Persönlichkeit aus.

    Allerdings ist es auch nicht gesagt, dass es so sein muss – mglw. verschließt sich auch in Münkler nicht gegenüber einer fundierten Kritik. Zumindest wird es vielleicht bei dem einen oder anderen Kommilitonen etwas bewirken, wenn Ihr Eure aufgrund eines guten Hintergrundwissens gebildeten Ansichten vertretet.
    Übrigens: Es macht keinen guten Eindruck, wenn in Euren Texten derart viele Fehler zu finden sind.

  44. 44 Peter 12. Mai 2015 um 11:32 Uhr

    Mögen die Stechschrittmilitaristen Herr Münkler und sein hoch geschätzter Bundespastor von den (unschuldig) gefallenen Seelen in ihren Träumen verfolgt werden. Ich hätte auch keine Lust auf eine persönliche Diskussion, da diese Herren berufsbedingt rhetorisch meilenweit über mir schweben und ihre wie meine Worte beliebig wenden würden. Ich bin sauer, dass unsere Gemeinschaftskasse für Waffen und Munition verpulvert wird, während diese weißen Männer munter im SPON etc. weiter hetzen. Klasse, dass die Studis von heute auch aufmucken!

  45. 45 rubus 13. Mai 2015 um 19:09 Uhr

    Klasse blog!

    Ich weiß nicht, was dieser Herr Münkler eigentlich an Euch kritisiert. Er ist eine Person der Öffentlichkeit, der eine bumfangreiche Berufserfahrungen aufweisen kann und auch regelmäßig Fernsehinterviews gibt, wie ich aus der Presse und Radiobeiträgen der letzten Tage erfahren durfte. Er ist also ein Profi, oder wie man hierzulande zu sagen pflegt: ein Experte. Warum jammert dieser Mann, wie ein kleines Kind, wenn er kritisiert wird…und zwar, wie ich festgestellt habe, rein sachlich, denn niemand macht sich über seine Nase lustig oder seinen Bart…oder sonstwas, sondern man kritisiert, was der Mann sagt. Und was er in Worten von sich gibt, dafür ist er haftbar zu machen…erst recht in seiner pädagogischen Stellung als Unidozent. Dass diese Kritik anonym passiert, finde ich vollkommen in Ordnung, weil es nunmal ein Machtgefälle gibt, vor dem die blogger_Innen zu Recht Angst haben dürfen, weil sie zu ihm und mit ihm Sympathisierenden offensichtlich in Abhängigkeit stehen. Im deutschen Grundrecht ist auch das Recht auf informationelle Selbstbestimmung festgeschrieben, also auf anonyme Meinungsäußerung und Recht auf die Selbstbestimmung der Verwendung persönlicher Daten. Wer auf eine Demo geht, der darf deshalb auch anonym bleiben, und das aus gutem Grund. Wenn Mensch nämlich Nachteile aus seiner Meinungsäußerung zu erwarten hat, würde Mensch diese nämlich bald gar nicht mehr äußern, nicht auf einer Demo und auch nicht im Internet. Herr Münkler hat sich freiwillig mit seinem Gesicht in die Öffentlichkeit begeben und verbreitet hier, auch meiner Meinung nach, unhaltbare, gefährliche und anachronistische Ansichten, und muss dafür kritisiert werden dürfen, auch ohne Namen und Gesicht. Wäre er ein guter Akademiker, würde er sich über Kritik freuen, anonym geäußert oder nicht. Stattdessen bestätigt er über seinen beleidigten Gestus alles, was ihm hier vorgeworfen wird. Viel Erfolg noch für dieses blog und den Widerstand gegen Extremismus der Mitte!

  46. 46 Yggdrasill1986 14. Mai 2015 um 21:15 Uhr

    „Das dümmste Kind im ganzen Land, das ist der deutsche Antifant“ 😁

    Liebe AutorInnen/Autor_innen/Autoren und Autorinnen dieses Blogs,

    ihr tragt vorzüglich zu meiner täglichen Portion Humor bei. Eure einseitige Reflektion von Prof. Münklers Vorlesung ist ein kläglicher Versuch, objektiv zu sein, doch ihr erreicht mit euren linksfaschistischen Ansichten genau das Gegenteil. Ihr kritisiert Hr. Münklers Meinung oder seine politische Position, seid jedoch weder sprachlich noch inhaltlich in der Lage, auf adäquate NICHT-anonyme Art und Weise zu antworten. Ihr betreibt Rufmord gegen einen renommierten Professor einer angesehenen Universität und verkriecht euch – als Feiglinge, die ihr seid – hinter der Anonymität des Internets.

    Mit freundlichen, von Rechtschreibfehler_innen freien Grüßen,

    ein_e amüsierte_r Leser_in

  47. 47 Alred Botha 15. Mai 2015 um 21:14 Uhr

    Über das „Gendern“ kann man sich nur lustig machen. Anders ist dieser Unsinn auch kaum zu ertragen. Wenn ich jetzt gleich als Faschist oder sonst etwas beschmipft warden, erweist ihr den wahren Faschisten in diesem Land einen Bärendienst. Die inflationäre Verwendung solch extremer Begriffe führt nur dazu, dass man die wirklichen Vertreter dieser Denke nicht mehr erkennt. Gerade von Studenten kann man hier etwas mehr Feingefühl erwarten. Vielen Dan.

  48. 48 Viehlieb 16. Mai 2015 um 13:45 Uhr

    Zitat:
    „Hallo Bob,
    wie du ja selber schreibst, war Carl Schmitt Mitglied in der NSDAP. Damit dürfte man den Mann sogar juristisch sauber als Nationalsozialisten, oder kürzer als „Nazi“ verglimpfen.“

    Das ist einfach kein gutes Argument.

    Ich hab keine Ahnung wer Carl Schmitt war, aber an eurer Methode wie ihr ihn im Zitat als Nazi identifiziert kann ich sofort erkennen, dass ihr keine echten Argumente benutzt. Der Nazi Partei beizutreten kann mehrere Gründe gehabt haben, zum Beispiel um sich selbst besser vor den Nazis zu schützen. Millionen von Menschen haben nichts gegen die Nazis unternommen um sich selbst zu schützen. Der Partei beizutreten wäre zwar ein Schritt weiter, aber noch kein wasserdichter Beweis.

    Damit will ich nicht urteilen, ob Carl Schmitt nun ein Nazi war oder nicht, sondern nur zeigen, dass es auch andere Erklärungsmöglichkeiten gibt und ihr solche benutzen solltet wenn ihr Ernst genommen werden wollt.

    Ihr habt hier die schön anonyme Website, seid ihr im Geschichtsbuch nun Gut oder Böse? Oder müsste man sich die Sache etwas genauer anschauen, bevor man über euch urteilt?

  49. 49 senta rieger 16. Mai 2015 um 17:11 Uhr

    Ein paar Fragen an die Statistik:
    1) Wieviel Bafög-Empfänger gibt es bei Euch? Prozentzahl von 100% reicht.
    2) Wieviel Leute haben schon politisch motivierte Straftaten begangen (verurteilt oder unentdeckt)?
    3) Wie hoch ist der Frauenanteil von 100% an den Bloggern?
    4) Wieviel von 100 % machen regelmäsig Eltern, Verwandtschaft u.a. wegen Geld an- verweisend auf die „harte“ Schule der Universität
    5) Wieviel von 100 % haben die Pflichtscheine der ersten 4 Semester bestanden? (nannte man damals bei mir so)
    6) Wieviel von 100 geht später als 3.00 p.m. ins Bett?
    Will mir einfach mal ein Bild von der Lebensrealität machen….

  50. 50 watching 16. Mai 2015 um 18:25 Uhr

    „Das ergibt so viel Sinn, wie weiße Socken und Sandalen: Keinen.“

    Traurig, dass in einem vorgeblich kritischen Blog dann doch wieder Klassismus reproduziert und die Mittelstandsästhetik zum Maß aller Dinge gemacht wird!

  51. 51 lützgendorff 17. Mai 2015 um 8:08 Uhr

    Schülerzeitungsniveau, sowohl gedanklich als auch stilistisch und orthographisch. Abitur vermutlich an einer Gesamtschule gewonnen, wo das Denken an Mengenlehre und Aufgaben wie „unterstreiche alle Tuworte“ geschult wurde. Empörungsmasturbation an Worten und Namen, aber nicht eine auch nur in Ansätzen originelle Analyse. Für Herrn Münkler tut mir leid, dass er seine Perlen vor solche Säue werfen muss.

  52. 52 NochsoeinNazi 17. Mai 2015 um 12:34 Uhr

    Noch so ein Haufen erbärmlicher Meutenfeiglinge und Gesinnungs-Denunzianten. Im durchdogmatisierten Wolkenkuckuksheim wohlig eingenistet können sie es nicht ertragen andere Meinungen hören zu müssen. Leute, Wissenschaft und gesellschaftliche Entwicklung leben vom offenen Diskurs widerstreitender Meinungen. Die Denunziation ist der Tod der Entwicklung und der Weg in die Diktatur. Josef Wissarionowitsch und seine Bluthunde wären stolz auf euch gewesen – Freisler sicher auch. Der Münkler – so ein schäbiger Lump

  53. 53 Schnurzer 17. Mai 2015 um 19:33 Uhr

    Ich wusste nicht, dass GENDERN jetzt zu den aktuellen Standards gehören soll. Sicherlich der krude und feuchte Wunsch in den Köpfen einiger Soziopaten.
    Wäre es nicht sinnvoller, sich Gedanken über eine weitere Toilette in Friedrichshain/Kreuzberg für Gläubige und Ungläubige zu machen? Oder wie wäre es mit der Umerziehung einiger muslimischer männlicher Mitbürger zu weichgespuelten deutschen Wunschverhaltensuntertanen. Da gibt es in Berlin viel zu tun.

    PS. Glücklicherweise wirkt das Volk bei abnormen Wunschdenkweisen als Korrektiv, mitunter auch mit einem gezieltem Arschtritt.

  54. 54 Rest der Gesellschaft 18. Mai 2015 um 11:50 Uhr

    Das kann doch nicht euer ernst sein, studiert, wählt Kurse deren inhalt ihr hören wollt und hört auf euch über nichtigkriten aufzuregen.

  55. 55 Kaphsich 19. Mai 2015 um 12:25 Uhr

    Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant.

  56. 56 Thomas Walljahn 19. Mai 2015 um 14:14 Uhr

    Liebe Studenten der HU Berlin,
    ich möchte mich für ihre aufwendige Arbeit und das fleissige Protokollieren der Vorlesungen von Dr. Münkler bedanken. Allein das ist unter Studenten selten und gehört gewürdigt. Ich sehe aus diesem Grund Hoffnung für den Bildungsstandort Deutschland. Ich hoffe sie nehmen Flüchtlinge genau so engagiert mit in die Vorlesungen, um ihnen die deutsche Bildungskultur nahe zu bringen und um sie zu vollwertigen, leistungsfähigen Bürgern in der Mitte unserer Gesellschaft zu machen. Ihr Eifer ist wie gesagt vorbildlich und ich würde mir wünschen, das mehr junge Menschen die Lerninhalte an Universitäten so zum Mittelpunkt des öffentlichen Interesses machen würden.

    Dazu gilt ihnen mein Dank, weil ich ohne ihre Arbeit, die jetzt bereits einen hohen Werbeeffekt für die HU Berlin hat, ohne ihren Fleiss und das eifrige Protokollieren der Vorlesungen, niemals auf Dr.Münkler gestoßen wäre und nach dem lesen ihres Blogs und ihrer Ausführungen bin ich sehr erfreut, dass wir solche erstklassigen Dozenten an deutschen Universitäten haben.
    Für Deutschland und Europa besteht also noch Hoffnung, Wissen, Wollen, Eifer und Fachexpertise sind unter alt wie jung also zum Glück noch vorhanden und ich bin frohen Mutes, dass wir mit unserer zahlreichen, europäischen Jugend – wozu ich auch sie in ihrem offensichtlichen Eifer zähle, die Zukunft meistern werden. So viel Energie beim Lernen habe ich lange nicht gesehen und sie können nicht glauben wie sehr ich mich freue. Von ganzem Herzen – Danke!
    Glückauf in Preussen und einen guten Tag ihnen allen noch. Ich bin überaus froh auf meine alten Tage noch einmal so etwas erleben zu dürfen.
    Hochachtungsvoll
    Thomas Walljahn (Stuttgart)

  57. 57 Thomas Walljahn 19. Mai 2015 um 14:26 Uhr

    Liebe Studenten der HU Berlin,
    es betrübt mich, dass sie Texte aufrichtiger Anerkennung
    zensieren, ich hoffe ich habe mich nicht in ihnen getäuscht.
    Herzliche Grüße
    Thomas Walljahn

  58. 58 Julian 19. Mai 2015 um 22:05 Uhr

    Ja Mann, Witze über Gendern gehen gar nicht was geht denn an Alter(R).
    Ich will selber entscheiden können, ob ich mir mental die Eier abschneide, oder mir in Fantasie Brüste wachsen. Da hat das Homie Münkler sich nicht drüber lustig zu machen.

    Take it like a ?

  59. 59 von Romberg 20. Mai 2015 um 20:44 Uhr

    Wo issn hier eigentlich das Impressum?
    Also einfach nur dümmlich denunzieren mit haltlosen Anwürfen, das ist eines, aber dabei auch noch FEIGE sein?
    Wie arm ist das denn!

    Ihr seid Friedrich Hässling!

  60. 60 von Romberg 20. Mai 2015 um 20:44 Uhr

    Wo issn hier eigentlich das Impressum?
    Also einfach nur dümmlich denunzieren mit haltlosen Anwürfen, das ist eines, aber dabei auch noch FEIGE sein?
    Wie arm ist das denn!

    Ihr seid Friedrich Hässling!

  61. 61 Tobias 21. Mai 2015 um 20:32 Uhr

    Meine Meinung: Ich habe selten so viel Unsinn gelesen – und damit meine ich nicht die Wiedergabe der Vorlesung, sondern das, was ihr daraus macht.
    Prof. Münkler würde mit seinen Aussagen in Bayern vielmehr als „links“ gelten. Wenn man sich jetzt noch darüber nachdenkt, dass in berlin lediglich deshalb studiert werden kann, weil Bayern Berlin künstlich am Leben erhält… Ökonomische Argumente zählen hier aber vermutlich ohnehin nicht.
    Zum Inhalt:
    Eine Schreib- oder Redeweise á la „Autor_in“ ist in Bayern ünüblich, da sie die Lesbarkeit und Verständlichkeit erschwert. Stattdessen gilt die männliche Form zusammenfassend für das männliche und weibliche Geschlecht, weitere Geschlechter sind nicht anerkannt. Im Spanischen ist das im Übrigen genauso.
    „eigentlich ungeheurlich“ bezieht sich aus meiner Sicht darauf, dass dies heutzutage ungeheuerlich wäre, damals aber als normal angesehen wurde.
    Möglicherweise wird ja auch meine „reaktionäre“ bayerische Sichtweise in 40 Jahren als „eigentlich ungeheuerlich“ bezeichnet, ich hoffe aber nicht! Bevor das passiert, wird wohl eher Bayern unabhängig und zur Zuflucht all derer, die an ein entspanntes Zusammenleben jenseits der Haarspalterei glauben und sich durch Taten statt durch anonymes Reden auszeichnen.

  62. 62 vorstadt-strizzi 24. Mai 2015 um 15:05 Uhr

    Beleg für die Wichtigkeits des Genderns

    Das ist kein Tippfehler, das ist ein gnadenloser Genitiv.
    Es scheint mir kein Zufall, dass ihr den genitivussubjectivus nicht beherrscht …

    … eigentlich ungeheuerlich …“.

    Aus der Kritik spricht die Gnade der späten Geburt. Für einen heute wie damals politisch bewusst Lebenden ist es allerdings eigentlich ungeheuerlich, dass damals Ehefrauen de iure für eine Berufsausübung die Zustimmung des Ehemanns brauchten.

    Das eigentlich zielt erkennbar auf die Rückschau von heute aus, denn auch damals in den 70ern war das kaum noch gesellschaftliche Realität, wohl aber überkommene juristische Realität.

    weibliche Philosoph_innen

    Soll ich daraus schließen, dass „Philosoph_innen“, obschon gegendert, in eurem Sprachgebrauch eigentlich(!) nur männliche „Philosop_innen“ meint?

  63. 63 joachim 24. Mai 2015 um 18:35 Uhr

    Hallo zusammen,
    Interpunktion ist auch keines Kommentierenden Steckenpferd…

  64. 64 Alex 27. Mai 2015 um 14:08 Uhr

    Niccolò* Machiavelli…
    Vllt. sollte sich jemand hier mehr am Studium konzentrieren ;)

  65. 65 Ojediechinesen Werdenunsalleassimilieren 28. Mai 2015 um 4:13 Uhr

    Nachdem ich ca. 80% des Blogs gelesen habe inclusive der Kommentare, weiß ich nicht, was ich schlimmer finden soll, die Blogbeiträge oder die Kommentare.
    Ich entscheide mich einstweilen für die Kommentare.
    Das kann man am schnellsten Abhandeln.
    Ich finde, ca. 80 % davon kann man bedenkenlos in die Tonne kloppen.
    60% Anti-Antifa aus den Zusammenhängen nationaler Kameradschaften, die endlich mal Faschist zu einem Linken sagen wollten bzw. sich demokratisch gebende Rechtsintellektuelle (einige mit deutschnationalem Burschenschaftshintergrund) die vorgeblich den Extremismus kritisieren, aber dabei ihren eigenen Extremismus in der mühsam antrainierten eleganten Form unterbringen wollen und dabei neben den stumpfen Äußerungen der Stiefelfaschisten fast als demokratische Mitte durchgingen, wenn man sie als politisch-historisch gebildeter Mensch halt nicht doch immer wieder durchschauen würde, 20% Schulterklopfer, die aber eigentlich nur ein paar zusammengeschusterte Versatzstücke aus dem privaten politischen Steckenpferd oder der privaten Welterklärung in den Blog mogeln wollen, aber eigentlich am Thema selbst kaum Interesse haben.
    Ich verstehe auch nicht, warum der Admin das stumpfsinnigste Faschistengeschimpfe (also ungefähr 4 von 10 Posts) nicht einfach rausediert, das würde ich mir in meinem Blog gar nicht erst bieten lassen und muss es auch nicht.
    Am unfreiwillig komischsten wieder mal der Ostler, der wohlbekannte Parteisoldat, er droht natürlich schon wieder mit Gulag und Genickschuss für nach der Revolution, die er so, wie er es sich mit seiner 40er-Jahre-Denke vorstellt, nämlich unter seiner Leitung gemäß den Weisungen der einzig wahren Partei der Arbeiterklasse, den Gesetzen der Dialektik sei´s gedankt(Stoßseufzer), mangels Fußvolk,Integrität und Durchblick sowieso nie hinbekommen wird .
    In den Blogbeiträgen kann ich noch ein positives, wenn auch größtenteils gescheitertes Bemühen sehen, die gesellschaftliche, bildungspolitische bzw. politikwissenschaftliche Realität zu kritisieren.
    Warum gescheitert?
    Es ist allein schon aufgrund der völlig fehlenden Strukturierung, der völlig zusammenhanglosen Vermischung verschiedener Ebenen und Themenfelder und der fehlenden Zuordnung, was genau und bei wem kritisiert wird, schwer möglich zu sagen, was ihr eigentlich ausdrücken wollt, bzw. was Münkler eigentlich im Wesentlichen und auf welcher Ebene (politisch, fachlich, im zwischenmenschlichen Umgang) vorzuwerfen ist
    Kritisiert ihr Schmitt? Macchiavelli ? Münkler ?
    Wofür ? Dafür, dass er in einer Vorlesung der PW maßgebliche Autoren der PW referiert ? Für seine eigenen Ansichten ?
    Man sollte, um eine Vorlesung (zumindest erfolgreich) inhaltlich kritisieren zu können, einen wesentlichen Teil der Originalquellen, und ergänzend zumindest 2-3 konträre Beiträge der Sekundärliteratur gelesen haben.
    Nur ein fertiges Urteil aus der Populärliteratur verkürzt wiederzugeben, und dazwischen ein paar Stilkritiken und politisch korrekte Beißreflexe zu streuen, lässt das Ganze erstens nicht nachvollziehbar und nicht fundiert erscheinen, und wirkt zweitens irgendwie neunmalklug und etwas unredlich.
    Alles wirkt irgendwie zusammengewürfelt, das kann natürlich auch an irgendeiner postmodernen Form von „Teamarbeit“ liegen. Die Kritik wirkt auf mich einfach eklektizistisch.
    Zur Anonymität, die kann ich irgendwie nachvollziehen, obwohl sie mir für jemanden, der radikal die Welt und alles darin kritisieren will, und meint, dies müsse sich allein aufgrund der akademischen Kritik ändern, etwas übertrieben erscheint, angesichts der Konsequenzen. Manche Arbeitgeber wollen auch mal gerne Leute mit Rückgrat. Aber beser zu viel Paranoia als zuwenig.
    Andererseits, warum soll ausgerechnet angehenden Akademikern („Funktionselite“) das erspart bleiben, was allen anderen dauernd zugemutet wird, nämlich Konsequenzen für´s Rebellieren. Die Welt verändern wollen, erfordert nunmal Rückgrat, und den Mut, auch negative Konsequenzen auf sich zu nehmen.

    Immerhin hängt z.B. im Arbeitsleben, also unter der kapitalistischen Ausbeutung, meist viel mehr davon ab, als nur ein nicht bestandener Schein.
    Jede unbedachte oder von einer „netten Kollegin“ an die Betriebsobrigkeit durchgestochene kritische Äußerung oder z.B. Betriebratstätigkeit kann nicht nur die (wenn auch nur erhoffte, aber sowieso von mehreren Faktoren abhängige) Karriere gefährden, sondern die nackte Existenz auf dem Arbeitsmarkt kosten inclusive Herabstufung zum Staatssklaven („Hartzen“).
    Ihr dagegen befindet euch in einer öffentlichen Institution, wo ihr auch formale Rechtsmittel und Instanzen habt, anders als im Billiglohnsektor in einem privaten Betrieb.
    Also was soll das darstellen, Revolutionär sein wollen, das System stürzen wollen, mit Worten, aber um Gottes Willen nicht die bürgerliche Karriere gefährden ? Man will ja irgendwann nach der Uni ankommen in der privilegierten bildungsbürgerlichen Gesellschaft !? Nach der Revolution (an der man wegen Gefahr für die bürgerliche Karriere leider nicht persönlich teilnehmen kann) will man sich dann auch nicht unbedingt die zarten soziologischen Supermodelhände schmutzig machen, eine ideologische postrevolutionäre Leitungsfunktion wäre schließlich die einzig gebührende Karriereoption.
    Herbert Wehner hat das mal ganz lustig als „Revolutionäre mit Pensionsberechtigung“ bezeichnet.
    Also bitte mal eigenständig etwas tiefer in die Quellen und die Geschichte der PW eintauchen und sich einen Überblick verschaffen, was da verhandelt wird, man kann auch selber Quellen auftun. Dann bekommt man auch ein fachliches Fundament, das einer Diskussion standhält.
    Es ist doch irgendwie Ponyhof, von beamteten bürgerlichen Dozenten an einer bürgerlichen Bildungseinrichtung fertige, stimmige und dem szenetypischen Jargon des Hörenden angepasste wissenschaftliche Anleitungen zum Umsturz der bürgerlichen Gesellschaft zu erwarten.
    Ich weiß auch nicht so ganz, wo ich den Münkler hinstecken soll, ich hab so den leisen Verdacht, eher ins Kröpfchen, als ins Töpfchen, aber einfach nur den Boten der unfrohen Botschaft zu erschlagen, kann´s ja auch nicht sein.

    Jedenfalls habe ich nicht den Eindruck, allein angesichts der Kommentare, dass die Blogform eine fundierte Auseinandersetzung oder auch nur Darstellung der Problematik ermöglicht. Vielleicht wäre da ein PW-Forum besser.

    PS: Ach und zur Rechtsschreibung, ich denke, von Leuten, die mit großzügiger Finanzierung durch die Gesellschaft durchs Abitur gebracht wurden, und jetzt staatlich subventioniert die zukünftige Funktionselite zu werden anstreben, kann man schon eine basale Rechtschreibprüfung vor dem Abschicken erwarten.

  66. 66 Ojediechinesen Werdenunsalleassimilieren 28. Mai 2015 um 17:42 Uhr

    Zweiter Versuch eines Kommentars.
    Ich hoffe, ihr lasst hier nicht nur Äußerungen von Neonazis zu und zensiert mich nicht einfach wieder kommentarlos.
    -------------------

    Nachdem ich ca. 80% des Blogs gelesen habe inclusive der Kommentare, weiß ich nicht, was ich schlimmer finden soll, die Blogbeiträge oder die Kommentare.
    Ich entscheide mich einstweilen für die Kommentare.
    Das kann man am schnellsten Abhandeln.
    Ich finde, ca. 80 % davon kann man bedenkenlos in die Tonne kloppen.
    60% Anti-Antifa aus den Zusammenhängen nationaler Kameradschaften, die endlich mal Faschist zu einem Linken sagen wollten bzw. sich demokratisch gebende Rechtsintellektuelle (einige mit deutschnationalem Burschenschaftshintergrund) die vorgeblich den Extremismus kritisieren, aber dabei ihren eigenen Extremismus in der mühsam antrainierten eleganten Form unterbringen wollen und dabei neben den stumpfen Äußerungen der Stiefelfaschisten fast als demokratische Mitte durchgingen, wenn man sie als politisch-historisch gebildeter Mensch halt nicht doch immer wieder durchschauen würde, 20% Schulterklopfer, die aber eigentlich nur ein paar zusammengeschusterte Versatzstücke aus dem privaten politischen Steckenpferd oder der privaten Welterklärung in den Blog mogeln wollen, aber eigentlich am Thema selbst kaum Interesse haben.
    Ich verstehe auch nicht, warum der Admin das stumpfsinnigste Faschistengeschimpfe (also ungefähr 4 von 10 Posts) nicht einfach rausediert, das würde ich mir in meinem Blog gar nicht erst bieten lassen und muss es auch nicht.
    Am unfreiwillig komischsten wieder mal der Ostler, der wohlbekannte Parteisoldat, er droht natürlich schon wieder mit Gulag und Genickschuss für nach der Revolution, die er so, wie er es sich mit seiner 40er-Jahre-Denke vorstellt, nämlich unter seiner Leitung gemäß den Weisungen der einzig wahren Partei der Arbeiterklasse, den Gesetzen der Dialektik sei´s gedankt(Stoßseufzer), mangels Fußvolk,Integrität und Durchblick sowieso nie hinbekommen wird .
    In den Blogbeiträgen kann ich noch ein positives, wenn auch größtenteils gescheitertes Bemühen sehen, die gesellschaftliche, bildungspolitische bzw. politikwissenschaftliche Realität zu kritisieren.
    Warum gescheitert?
    Es ist allein schon aufgrund der völlig fehlenden Strukturierung, der völlig zusammenhanglosen Vermischung verschiedener Ebenen und Themenfelder und der fehlenden Zuordnung, was genau und bei wem kritisiert wird, schwer möglich zu sagen, was ihr eigentlich ausdrücken wollt, bzw. was Münkler eigentlich im Wesentlichen und auf welcher Ebene (politisch, fachlich, im zwischenmenschlichen Umgang) vorzuwerfen ist
    Kritisiert ihr Schmitt? Macchiavelli ? Münkler ?
    Wofür ? Dafür, dass er in einer Vorlesung der PW maßgebliche Autoren der PW referiert ? Für seine eigenen Ansichten ?
    Man sollte, um eine Vorlesung (zumindest erfolgreich) inhaltlich kritisieren zu können, einen wesentlichen Teil der Originalquellen, und ergänzend zumindest 2-3 konträre Beiträge der Sekundärliteratur gelesen haben.
    Nur ein fertiges Urteil aus der Populärliteratur verkürzt wiederzugeben, und dazwischen ein paar Stilkritiken und politisch korrekte Beißreflexe zu streuen, lässt das Ganze erstens nicht nachvollziehbar und nicht fundiert erscheinen, und wirkt zweitens irgendwie neunmalklug und etwas unredlich.
    Alles wirkt irgendwie zusammengewürfelt, das kann natürlich auch an irgendeiner postmodernen Form von „Teamarbeit“ liegen. Die Kritik wirkt auf mich einfach eklektizistisch.
    Zur Anonymität, die kann ich irgendwie nachvollziehen, obwohl sie mir für jemanden, der radikal die Welt und alles darin kritisieren will, und meint, dies müsse sich allein aufgrund der akademischen Kritik ändern, etwas übertrieben erscheint, angesichts der Konsequenzen. Manche Arbeitgeber wollen auch mal gerne Leute mit Rückgrat. Aber beser zu viel Paranoia als zuwenig.
    Andererseits, warum soll ausgerechnet angehenden Akademikern („Funktionselite“) das erspart bleiben, was allen anderen dauernd zugemutet wird, nämlich Konsequenzen für´s Rebellieren. Die Welt verändern wollen, erfordert nunmal Rückgrat, und den Mut, auch negative Konsequenzen auf sich zu nehmen.

    Immerhin hängt z.B. im Arbeitsleben, also unter der kapitalistischen Ausbeutung, meist viel mehr davon ab, als nur ein nicht bestandener Schein.
    Jede unbedachte oder von einer „netten Kollegin“ an die Betriebsobrigkeit durchgestochene kritische Äußerung oder z.B. Betriebratstätigkeit kann nicht nur die (wenn auch nur erhoffte, aber sowieso von mehreren Faktoren abhängige) Karriere gefährden, sondern die nackte Existenz auf dem Arbeitsmarkt kosten inclusive Herabstufung zum Staatssklaven („Hartzen“).
    Ihr dagegen befindet euch in einer öffentlichen Institution, wo ihr auch formale Rechtsmittel und Instanzen habt, anders als im Billiglohnsektor in einem privaten Betrieb.
    Also was soll das darstellen, Revolutionär sein wollen, das System stürzen wollen, mit Worten, aber um Gottes Willen nicht die bürgerliche Karriere gefährden ? Man will ja irgendwann nach der Uni ankommen in der privilegierten bildungsbürgerlichen Gesellschaft !? Nach der Revolution (an der man wegen Gefahr für die bürgerliche Karriere leider nicht persönlich teilnehmen kann) will man sich dann auch nicht unbedingt die zarten soziologischen Supermodelhände schmutzig machen, eine ideologische postrevolutionäre Leitungsfunktion wäre schließlich die einzig gebührende Karriereoption.
    Herbert Wehner hat das mal ganz lustig als „Revolutionäre mit Pensionsberechtigung“ bezeichnet.
    Also bitte mal eigenständig etwas tiefer in die Quellen und die Geschichte der PW eintauchen und sich einen Überblick verschaffen, was da verhandelt wird, man kann auch selber Quellen auftun. Dann bekommt man auch ein fachliches Fundament, das einer Diskussion standhält.
    Es ist doch irgendwie Ponyhof, von beamteten bürgerlichen Dozenten an einer bürgerlichen Bildungseinrichtung fertige, stimmige und dem szenetypischen Jargon des Hörenden angepasste wissenschaftliche Anleitungen zum Umsturz der bürgerlichen Gesellschaft zu erwarten.
    Ich weiß auch nicht so ganz, wo ich den Münkler hinstecken soll, ich hab so den leisen Verdacht, eher ins Kröpfchen, als ins Töpfchen, aber einfach nur den Boten der unfrohen Botschaft zu erschlagen, kann´s ja auch nicht sein.

    Jedenfalls habe ich nicht den Eindruck, allein angesichts der Kommentare, dass die Blogform eine fundierte Auseinandersetzung oder auch nur Darstellung der Problematik ermöglicht. Vielleicht wäre da ein PW-Forum besser.

    PS: Ach und zur Rechtsschreibung, ich denke, von Leuten, die mit großzügiger Finanzierung durch die Gesellschaft durchs Abitur gebracht wurden, und jetzt staatlich subventioniert die zukünftige Funktionselite zu werden anstreben, kann man schon eine basale Rechtschreibprüfung vor dem Abschicken erwarten.

  67. 67 Ojediechinesen Werdenunsalleassimilieren 28. Mai 2015 um 17:53 Uhr

    3. Versuch,von euch nicht zensiert zu werden…
    -----------------------
    Nachdem ich ca. 80% des Blogs gelesen habe inclusive der Kommentare, weiß ich nicht, was ich schlimmer finden soll, die Blogbeiträge oder die Kommentare.
    Ich entscheide mich einstweilen für die Kommentare.
    Das kann man am schnellsten Abhandeln.
    Ich finde, ca. 80 % davon kann man bedenkenlos in die Tonne kloppen.
    60% Anti-Antifa aus den Zusammenhängen nationaler Kameradschaften, die endlich mal Faschist zu einem Linken sagen wollten bzw. sich demokratisch gebende Rechtsintellektuelle (einige mit deutschnationalem Burschenschaftshintergrund) die vorgeblich den Extremismus kritisieren, aber dabei ihren eigenen Extremismus in der mühsam antrainierten eleganten Form unterbringen wollen und dabei neben den stumpfen Äußerungen der Stiefelfaschisten fast als demokratische Mitte durchgingen, wenn man sie als politisch-historisch gebildeter Mensch halt nicht doch immer wieder durchschauen würde, 20% Schulterklopfer, die aber eigentlich nur ein paar zusammengeschusterte Versatzstücke aus dem privaten politischen Steckenpferd oder der privaten Welterklärung in den Blog mogeln wollen, aber eigentlich am Thema selbst kaum Interesse haben.
    Ich verstehe auch nicht, warum der Admin das stumpfsinnigste Faschistengeschimpfe (also ungefähr 4 von 10 Posts) nicht einfach rausediert, das würde ich mir in meinem Blog gar nicht erst bieten lassen und muss es auch nicht.
    Am unfreiwillig komischsten wieder mal der Ostler, der wohlbekannte Parteisoldat, er droht natürlich schon wieder mit Gulag und Genickschuss für nach der Revolution, die er so, wie er es sich mit seiner 40er-Jahre-Denke vorstellt, nämlich unter seiner Leitung gemäß den Weisungen der einzig wahren Partei der Arbeiterklasse, den Gesetzen der Dialektik sei´s gedankt(Stoßseufzer), mangels Fußvolk,Integrität und Durchblick sowieso nie hinbekommen wird .
    In den Blogbeiträgen kann ich noch ein positives, wenn auch größtenteils gescheitertes Bemühen sehen, die gesellschaftliche, bildungspolitische bzw. politikwissenschaftliche Realität zu kritisieren.
    Warum gescheitert?
    Es ist allein schon aufgrund der völlig fehlenden Strukturierung, der völlig zusammenhanglosen Vermischung verschiedener Ebenen und Themenfelder und der fehlenden Zuordnung, was genau und bei wem kritisiert wird, schwer möglich zu sagen, was ihr eigentlich ausdrücken wollt, bzw. was Münkler eigentlich im Wesentlichen und auf welcher Ebene (politisch, fachlich, im zwischenmenschlichen Umgang) vorzuwerfen ist
    Kritisiert ihr Schmitt? Macchiavelli ? Münkler ?
    Wofür ? Dafür, dass er in einer Vorlesung der PW maßgebliche Autoren der PW referiert ? Für seine eigenen Ansichten ?
    Man sollte, um eine Vorlesung (zumindest erfolgreich) inhaltlich kritisieren zu können, einen wesentlichen Teil der Originalquellen, und ergänzend zumindest 2-3 konträre Beiträge der Sekundärliteratur gelesen haben.
    Nur ein fertiges Urteil aus der Populärliteratur verkürzt wiederzugeben, und dazwischen ein paar Stilkritiken und politisch korrekte Beißreflexe zu streuen, lässt das Ganze erstens nicht nachvollziehbar und nicht fundiert erscheinen, und wirkt zweitens irgendwie neunmalklug und etwas unredlich.
    Alles wirkt irgendwie zusammengewürfelt, das kann natürlich auch an irgendeiner postmodernen Form von „Teamarbeit“ liegen. Die Kritik wirkt auf mich einfach eklektizistisch.
    Zur Anonymität, die kann ich irgendwie nachvollziehen, obwohl sie mir für jemanden, der radikal die Welt und alles darin kritisieren will, und meint, dies müsse sich allein aufgrund der akademischen Kritik ändern, etwas übertrieben erscheint, angesichts der Konsequenzen. Manche Arbeitgeber wollen auch mal gerne Leute mit Rückgrat. Aber beser zu viel Paranoia als zuwenig.
    Andererseits, warum soll ausgerechnet angehenden Akademikern („Funktionselite“) das erspart bleiben, was allen anderen dauernd zugemutet wird, nämlich Konsequenzen für´s Rebellieren. Die Welt verändern wollen, erfordert nunmal Rückgrat, und den Mut, auch negative Konsequenzen auf sich zu nehmen.

    Immerhin hängt z.B. im Arbeitsleben, also unter der kapitalistischen Ausbeutung, meist viel mehr davon ab, als nur ein nicht bestandener Schein.
    Jede unbedachte oder von einer „netten Kollegin“ an die Betriebsobrigkeit durchgestochene kritische Äußerung oder z.B. Betriebratstätigkeit kann nicht nur die (wenn auch nur erhoffte, aber sowieso von mehreren Faktoren abhängige) Karriere gefährden, sondern die nackte Existenz auf dem Arbeitsmarkt kosten inclusive Herabstufung zum Staatssklaven („Hartzen“).
    Ihr dagegen befindet euch in einer öffentlichen Institution, wo ihr auch formale Rechtsmittel und Instanzen habt, anders als im Billiglohnsektor in einem privaten Betrieb.
    Also was soll das darstellen, Revolutionär sein wollen, das System stürzen wollen, mit Worten, aber um Gottes Willen nicht die bürgerliche Karriere gefährden ? Man will ja irgendwann nach der Uni ankommen in der privilegierten bildungsbürgerlichen Gesellschaft !? Nach der Revolution (an der man wegen Gefahr für die bürgerliche Karriere leider nicht persönlich teilnehmen kann) will man sich dann auch nicht unbedingt die zarten soziologischen Supermodelhände schmutzig machen, eine ideologische postrevolutionäre Leitungsfunktion wäre schließlich die einzig gebührende Karriereoption.
    Herbert Wehner hat das mal ganz lustig als „Revolutionäre mit Pensionsberechtigung“ bezeichnet.
    Also bitte mal eigenständig etwas tiefer in die Quellen und die Geschichte der PW eintauchen und sich einen Überblick verschaffen, was da verhandelt wird, man kann auch selber Quellen auftun. Dann bekommt man auch ein fachliches Fundament, das einer Diskussion standhält.
    Es ist doch irgendwie Ponyhof, von beamteten bürgerlichen Dozenten an einer bürgerlichen Bildungseinrichtung fertige, stimmige und dem szenetypischen Jargon des Hörenden angepasste wissenschaftliche Anleitungen zum Umsturz der bürgerlichen Gesellschaft zu erwarten.
    Ich weiß auch nicht so ganz, wo ich den Münkler hinstecken soll, ich hab so den leisen Verdacht, eher ins Kröpfchen, als ins Töpfchen, aber einfach nur den Boten der unfrohen Botschaft zu erschlagen, kann´s ja auch nicht sein.

    Jedenfalls habe ich nicht den Eindruck, allein angesichts der Kommentare, dass die Blogform eine fundierte Auseinandersetzung oder auch nur Darstellung der Problematik ermöglicht. Vielleicht wäre da ein PW-Forum besser.

    PS: Ach und zur Rechtsschreibung, ich denke, von Leuten, die mit großzügiger Finanzierung durch die Gesellschaft durchs Abitur gebracht wurden, und jetzt staatlich subventioniert die zukünftige Funktionselite zu werden anstreben, kann man schon eine basale Rechtschreibprüfung vor dem Abschicken erwarten.

  68. 68 Administrator 29. Mai 2015 um 0:22 Uhr

    Hey,
    sag mal, was erwartest Du denn bitte? Wir sind kein 24h online arbeitendes hauptamtliches PR-Team…

  69. 69 Te 29. Mai 2015 um 20:15 Uhr

    Kann mir mal jemand erklären was „weibliche Philosoph_innen“ sind? Gibt es auch nicht-weibliche „Philosoph_innen“?? Zu viel des Guten würde ich mal sagen. Ihr immer mit eurem Gendern…Ist echter Feminismus nicht eigentlich das Einsetzen für die Gleichberechtigung von Frauen und nicht die Verkomplizierung der deutschen Sprache? Wenn ich Philosoph sage oder höre, dann meine oder denke ich jedenfalls an Mann und Frau. Das muss mir nicht extra jemand sagen…

  70. 70 Deutsche 06. Juni 2015 um 8:08 Uhr

    lt. Duden:

    der Standard …. mit weichem „d“ am Ende.

    Plural: die Standards …. mit weichem „d“ vor‘m „s“.

    (Deutsch, 4. Klasse --- früher zumindest.)

  71. 71 Falk Henniger 16. Juni 2015 um 13:22 Uhr

    Wie erbärmlich seid Ihr den drauf?! Der Lehrperson jedes noch so kleine Wort in einer Vorlesung auf die Goldwaage legen und bei eigenen (angeblichen) Tippfehlern (Standart statt Standard, Tippfehler?, wer’s glauben mag…) großzügig von Pedanterie sprechen, ist schlicht peinlich. Messt euch mal an euren eigenen Ansprüchen; manchmal ist Schweigen halt einfach klüger!
    Man kann und soll alles kritisieren, aber eurer Ansatz ist lächerlich!

  72. 72 Stewan 30. Juni 2015 um 19:55 Uhr

    @Falk Henninger, wieso denn Schweigen??! Machen Sie mir das hier bitte nicht kaputt, ich geniesse jeden Kommentar! :)
    Wenn jmd eine Meinung hat erwarte ich, dass er sie egal wie trivial hier kundtut!!

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