Archiv für Mai 2015

Münkler-Watch Folge 7

Vertrag und Erzählung. Vergewaltigung durch strickende Studierende, Papp-Flugzeuge und die Ambivalenz von Herrschaftswissen.

Die siebente Vorlesung zu „Politische Theorie und Ideengeschichte“ hielt Prof. Dr. Herfried Münkler über die Themen „Vertrag und Erzählung“. Dabei nahm er die moderierenden Dimensionen beider Begriffe im Hinblick auf Emotionalität des Politischen auf. Auf der einen Seite würde gesellschaftliche Ordnung durch großartige Heldengeschichten mit Identifikationswirkung, wie z.B. dem Nibelungenlied heraufbeschworen. Andererseits könne die Schaffung von politischer Ordnung durch Gesellschaftsverträge zustande kommen. Obwohl sich beide Ansätze komplementär gegenüber stünden, wirkten sie in jeweils spezifischen Situationen legitimierend für Herrschaft. Begleitet wurde die Vorlesung von einer Radio-Journalistin und einer Intervention mittels Pappflugzeug.
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Solidaritätserklärungen aus Berlin und Rostock

In der letzten Woche haben zwei politische Gruppen Solidaritätserklärungen mit unserem Projekt veröffentlicht. Die trotzkistische Partei für Soziale Gerechtigkeit (PSG) und ihre auch im Stupa vertretene Jugendorganisation IYSSE und die „Kritische Uni Rostock“ äußern sich öffentlich zum aktuellen Konflikt. (mehr…)

Münkler-Watch antwortet auf Antisemitismus-Vorwurf

Die Blogger_innen von „Münkler-Watch“ sehen sich dem Vorwurf des Antisemitismus ausgesetzt. Prof. Dr. Herfried Münkler äußerte in einem Zeit-Interview, dass er sich an „hochschulpolitische Vorgänge des Jahres 1933″ erinnert fühle. Seine Kritiker_innen würden Muster verwenden, die „auch antisemitisch eingesetzt worden“ seien. In einem Offenen Brief antwortet die Gruppe nun ihrem Professor.
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Münkler-Watch 6: Liberalismus & Republikanismus

vom 19.05.2015

In der erneut von Journalist_innen beobachteten Vorlesung zu „Republikanismus und Liberalismus“ gab sich Prof. Dr. Münkler wieder Mühe, eine Vorlesung weitesgehend ohne Sexismen, Rassismen und Militarismen abzuhalten. Bei einer Bildinterpretation gelang es Herrn Münkler sogar, relativ angemessen auf die im Bild verewigten sexistischen Stereotypen hinzuweisen. Leichten Nachhilfebedarf gibt es jedoch noch beim Thema Chauvinismus. So ließ er es sich nicht nehmen, seine Vorurteile gegenüber „südeuropäischen Ländern“ mit Hilfe eines Marx-Zitates auszudrücken. Anlässlich einer, von der trotzkistischen Jugendorganisation International Youth and Students for Social Equality (IYSSE) und der Partei für Soziale Gleichheit (PSG) vor der Vorlesung verteilten Solidaritätserklärung, brach Herr Münkler erwartungsgemäß seinen Vorsatz, kein Wort mehr über Münkler-Watch zu verlieren.
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Münkler-Watch: Klasse, Herr Münkler! Es geht doch!

Seit einer Woche steht der Lehrstuhlinhaber für politische Theorie an der Hu, Prof. Dr. Herfried Münkler in der Kritik. Studierende betreiben auf dem Blog hu.blogsport.de ein „Münkler-Watch“. Doch in der gestrigen Vorlesung zur Politischen Ideengeschichte war alles anders. Neben der Anwesenheit von Radio- und Zeitungsredakteur_innen gab sich Herr Münkler sichtlich Mühe. „Herr Münkler hat heute gezeigt, dass er Vorlesungen ohne die Reproduktion von sexistischen oder rassistischen Stereotypen halten kann“ sagt Caro Meyer, Sprecher_in von hu.blogsport.de. „Hoffentlich hält Münklers guter Wille auch noch an, wenn keine Journalist_innen mehr in der Vorlesung sitzen“.
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Münkler-Watch Folge 5

vom 12.05.2015

Über Souveränität und Infrastruktur der Macht.

Wohl angesichts des Pressewirbels und der anwesenden Journalist_innen zeigt Prof Dr. Münkler, dass er Vorlesungen halten kann, in denen er nicht Rassismen und Sexismen reproduziert. Er erläuterte die Entwicklung einer ungeteilten Souveränität vom Lehnswesen des Mittelalters über die Landknechtsregime der frühen Neuzeit bis zum modernen Territorialstaat auf. Dabei erläuterte er sowohl die Entwicklung der „Betriebsinfrastruktur“, als auch die Veränderungen der Ableitung von Souveränität. Statt Gott sei zunehmend das Recht an die Stelle der autoritätsschaffenden Instanz getreten.

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FAQ: Münkler-Watch

Seit einer Woche liegt die Aufmerksamkeit von Universität und Medien auf Herfried Münkler, Professor für Politische Theorien und Ideengeschichte am SoWi-Institut der HU. Der Grund dafür ist eine Gruppe Studierender, die auf hu.blogsport.de ein „Münkler-Watch“ betreibt. Die Studierenden diskutieren dort die Inhalte der Vorlesung. Herrn Münkler passt das gar nicht. Er nennt die Studierenden „erbärmliche Feiglinge“ und vergleicht die Studierenden mit den Spitzeln der NSA. Er fühlt sich denunziert, bedroht und falsch zitiert. Was ist an Münklers Entgegnung dran? (mehr…)

Presse Echo 2: Der Tagesspiegel und NZZ

Bereits am Wochenende berichteten große Medienhäuser über Münkler-Watch. Hier folgen weitere Berichte.
Der Berliner Tagesspiegel widmet dem Projekt einen ausführlichen Artikel auf seiner Internetpräsenz und lässt Stimmen aus vielen Perspektiven zu Wort kommen:
http://www.tagesspiegel.de/wissen/blogger-gegen-professor-der-hu-berlin-jeden-dienstag-kommt-die-muenkler-watch/11763398.html

Die Neue Zürcher Zeitung hat in ihrer Rubrik „Campus“ ebenfalls eine Schilderung des Projekts „Münkler-Watch“ veröffentlicht:
http://campus.nzz.ch/das-grosse-ganze/muenkler-watch-studierende-bloggen-gegen-prof

Presse Echo: Junge Welt, Der Spiegel und Telepolis

Das in Hamburg erscheinende Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet in sowohl in der aktuellen Ausgabe auf Seite 17 und auf seiner Homepage über unsere Aktion:
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/humboldt-universitaet-berlin-studenten-bloggen-gegen-herfried-muenkler-a-1032545.html

Und in der morgigen Ausgabe bringt die in Berlin erscheinende Tageszeitung „Junge Welt“ ein Interview mit unserer Sprecherin Caro Meyer über Münkler-Watch: https://www.jungewelt.de/loginFailed.php?ref=/2015/05-11/007.php

Und der Berliner Bewegungsjournalist Peter Nowak fragt auf telepolis, ob so etwas wie Münkler-Watch eine neue Form des studentischen Protests sei:
http://www.heise.de/tp/news/Muenkler-Watch-Neue-Form-studentischen-Protestes-2639903.html

Münkler-Watch: Prof fühlt sich falsch verstanden und denunziert

Studierende der Humboldt-Universität zu Berlin begleiten in einem Blogprojekt die Vorlesung des Professors Herfried Münkler. Dabei fassen sie zuerst seine inhaltlichen Aussagen aus der Veranstaltung „Politische Theorie und Ideengeschichte“ wöchentlich zusammen, um im Folgenden ausgewählte Zitate des Professors zu kommentieren und zu kontextualisieren. Damit sorgten die Studierenden für ein über die Universität reichendes Echo. Das erste Mal seit Beginn des Projekts wendet sich der kritisierte Professor nun per Blog-Kommentar an die Studierenden: „Selbstverständlich sind die Äußerungen (…) so nie gemacht worden“ verteidigt er sich. Caro Meyer, SprecherIn von HU-Blogsport.de sagt dazu: „Das typische Populist_innenverhalten. Erst auf die Pauke hauen, und es bei Kritik dann gar nicht so gemeint haben…“
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