Münkler-Watch 4: „Erbärmlicher Feigling!“

vom 05.05.2015

In der Vorlesung zu „Verfassungsmodell und Verfassungsnormen“ kritisiert der Lehrstuhlinhaber für Politische Theorie an der HU, Prof. Dr. Herfried Münkler das studentische Projekt „Münkler-Watch“ u.a. als „erbärmlich“ und „feige“. Das Projekt berichtet kritisch über seine Veranstaltungen. Darüber hinaus dekonstruierte er Legitimationserzählungen für Herrschaft.

Münkler kommentiert Flugblattaktion
Statt eines thematischen Einstieges teilte Münkler seinem Auditorium mit, dass seine Mitarbeiter_innen ihn über Unbekannte informiert hätten, welche Flugblätter verteilt hatten. Diese Flugblätter waren entfernt worden. Laut Münkler würden sie jedoch auf ein „Münkler-Watch“ auf hu.blogsport.de hinweisen. Dort werde die Vorlesung beobachtet. Münkler bedankte sich ironisch für die Ehre, die im zu Teil werde und merkte an, dass eine derartige „antagonistische Methode“ anonymer Beobachtung in der heutigen Zeit doch eher Methode der NSA sei. Vorgeblich jovial bekannte er: „Doch keine Sorge, ich halte das aus“. Dem widerspricht er jedoch im selben Atemzug, indem er die Anonymität der Verfasser_innen im Vergleich zu seiner eigenen Öffentlichkeit als „asymmetrisches Machtverhältnis“ charakterisiert.

„Erbärmlicher Feigling“
Daraufhin führte er aus, dass ihm in Gesprächen mit dem Institutsleiter Prof. Dr. Rüb zugetragen worden sei, dass es die ein oder andere Unzufriedenheit mit seiner Vorlesung gäbe. Den Verantwortlichen für die frühere Kritik sei eine Podiumsdiskussion angeboten worden. Das hätten die Verantwortlichen abgelehnt, weil sie ihn als zu sehr rhetorisch überlegen wahrnehmen würden. „Dazu kann ich nur sagen, dass es sehr schade ist, wenn man seinem eigenen Argument nicht mehr vertraut“. Daraufhin inszenierte Münkler sich betont selbstsicher und hob seine Öffentlichkeit bei gleichzeitigem Verweis auf die angebliche Anonymität der Autor_innen des Flugblattes hervor. Der Verantwortliche für das Schreiben müsse ertragen, dass er ihn „öffentlich einen erbärmlichen Feigling nenne.[Münklersche Kunstpause] Und ich werde das erst zurücknehmen, wenn er hier vorne auftaucht.“

Kritik und NSA sind dasselbe?
Dagegen ist der Verweis auf die NSA reine unsachliche Polemik á la Münkler. Die NSA ist ein Geheimdienst, der das Intime des Intimsten am Besten aller Menschen weltweit sammelt, katalogisiert und für Herrschaft verfügbar macht. Münkler hingegen ist ein öffentlich bestellter Hochschullehrer, der öffentliche Vorlesungen hält, bezahlt mit öffentlichen Geldern, und im obigen Statement seine Öffentlichkeit auch selbst mehrmals betont. Selbstverständlich muss es möglich sein, sein öffentliche Wirken auch mit einer kritischen Öffentlichkeit zu begleiten. Nichts anderes tut Münkler-Watch. Wer darüber hinaus die publizistische Öffentlichkeit derart sucht wie Herfried Münkler, muss auch mit ihr leben, wenn sie eine kritische Perspektive einnimmt.

Asymmetrie der Macht
Die Situation ist absolut asymmetrisch. Auf der einen Seite steht der Prof mit X-tausend Euro Monatsgehalt, der in der Vorlesung uneingeschränktes Rederecht hat und sich kritische Nachfragen explizit verbietet. Zudem hat Münkler wortwörtlich die Macht. Dozierende haben tausendundeine Möglichkeit, Studierenden ohne Beweise und informell das Leben zur Hölle zu machen. Sei es bei all den kleinen Ausnahmen (Reading Journal zu spät abgeben, Unpässlichkeit bei Terminen) die es dann „leider, leider“ nicht mehr gibt, oder miese Behandlung in Veranstaltungen, Auslegungssachen in Klausuren, bis hin zur sprichwörtlichen Ausgeliefertheit in mündlichen Prüfungen – gibt es jede Menge Möglichkeiten, die asymmetrische Machtverteilung in gesellschaftlichen Feld „Universität“ für Subalterne spürbar werden zu lassen. Darüber hinaus hat Münkler super Kontakte zu Medien und Politik und verfügt über die erfolgreiche Inszenierung als Universalgelehrtem, dem sehr viel Glaubwürdigkeit und soziales Prestige entgegen gebracht wird. Auf der anderen Seite stehen eine handvoll Studierenden, mit bestenfalls BaföG, denen als gesellschaftliche und mediale Gestaltungsmittel Blog und Flugblätter zur Verfügung stehen (zumal Münkler sich bereits jegliche Rückfragen verbat).

Ungleich verteilte gesellschaftliche Gestaltungsmacht
Hier zeigt sich eine absolut asymetrische Verteilung der gesellschaftlichen Gestaltungsmacht, die u.a. zugunsten von Prof. Münkler auch noch mehrfach herrschaftsförmig abgesichert ist. Und ausgerechnet in dieser gesellschaftlichen Situation beschwert sich der selbsternannte Politik- und Machterxperte Münkler über die angebliche Asymmetrie der Auseinandersetzung und beschimpft seine Kritiker_innen als Feiglinge.

Herrschaft stützt sich auf pure Gewalt
Nach dieser Vorbemerkung zum aktuellen Protest in seiner Vorlesung widmete sich Münkler seinem eigentliche Thema Herrschaftsmodell und Verfassungsnormen. Münkler stellte als Einstieg fest, dass Herrschaft die an sich gesellschaftlich gute und wünschenswerte Erzwingung von Ordnung sei. Würde z.B. der Kirchenvater Augustinus die Legitimation von Herrschaft noch einfach auf „rohe Gewalt“ stützen, entwickle sich mit der Zeit eine Verstetigungskette von der Gewalt zur Macht zur Herrschaft.

Subversive Lesart möglich?
Hier zeigt sich wieder, dass Münklers Vorlesungen sich durchaus auch für eine subversive Lesart anbieten. Der Fakt, dass Herrschaft auf Gewalt beruht, kann angesichts der im demokratischen Regime verbreiteten Legitimations-Mythen gar nicht oft genug betont werden und dass mit dem Bejahen von demokratischer Herrschaft allem Beteiligungs-Blabla zum trotz immer eine Akzeptanz von staatlicher Gewalt einher geht, muss angehenden Sozialtechniker_innen und werdenden Angehörigen der demokratischen Funktionselite bewusst sein.

Legitimationserzählungen
Anknüpfend an den Gedanken an die sich entwickelnden Legitimationserzählungen unterschied Münkler zwei Narrative. Das eine sei das der Verfassung, der andere Pfad der der Tradition. Als Beispiele für die traditionelle Variante nannte Münkler das Königsheil und die Rechtfertigung der agyptischen Pharaoen vor einem Gott. Diese Märchen ließen die Subalternen zwar narrativ außen vor, würden jedoch indirekt auf diese ziehen. So beziehe der Pharao seine Macht nicht nur aus göttlicher Quelle, sondern binde sich gleichzeitig an die Prinzipien dieser Gottheit.

Verfassung als Märchen
Mit der Verfassung funktioniere es ähnlich, da diese auch Macht verleihe, aber gleichzeitig an Prinzipien binde. Ein Beispiel dafür sei der Narrativ der Gewaltenteilung. Das Münkler die Gewaltenteilung in dem Bereich der gesellschaftlichen Narrative, Mythen und Märchen schiebt, ist für eine subversive Lesart hochinteressant. Dass er den Zweck des Märchens von der Gewaltenteilung im demokratischen Herrschaftsregime als Strategie der Herrschaftslegitimation entlarvt, macht den Teil der Vorlesung umso interessanter.

Aristoteles als Extremist der Mitte?
Mit Herodot, Thukydides, Platon, Aristoteles und Polybios stellt Münkler das abendländische Nachdenken über unterschiedliche Typologien von Verfasungen dar. Besonderes Gewicht gab er dabei Aristoteles Gedanken der Mäßigung, die dieser zentral für seine politischen Modelle macht. Münkler stellte den konservativen, aber erfolgreichen Charakter dieser Mitte-Orientierung dar. Der Mitte-Ansatz fungiere praktisch als Gemeinwohl-Ersatz. Als Beispiel dazu führt Münkler den Unterschied zwischen Weimar und der alten Bonner Republik an. Die „BRD“ (Zitat Münkler) habe eine Mitte-Orientierung entwickelt, in der Wahlen in der Mitte gewonnen würden, während die Weimarer Republik an der Konfrontation der Extreme untergegangen sei.

Weimar: Konfrontation der Extreme?
Der studierte Historiker und ideologische Extremist der Mitte Münkler stellt hier zur Rettung seines Weltbildes die Geschichte falsch dar. Er unterschlägt, dass die angeblich vorhandenen Extreme aus der Mitte der Gesellschaft kamen. Auch Hitler gewann seine Wahlen in der Mitte. Der Nationalsozialismus wurde überhaupt erst möglich, weil sich weite Teile des Bürger_innentums von den christlich-liberalen Sonntagspredigen von Humanität und Menschlichkeit verabschiedeten (Raus:um ganz offen und ohne jede Scham typisch deutsch sein zu können.) Dass die Nazis darüber hinaus ihre Herrschaft ohne die Zustimmung und Kompliz_innenschaft des Bürgertums nie zwölf Jahre durch Weltkrieg und Holocaust hätten hindurch konsolidieren können, verschweigt der Mitte-Fan Münkler ebenfalls.

Ironische Gehversuche
Auf welchem Niveau Münkler zu dozieren pflegt, zeigt er zudem mit dem Versuch eines Witzes bei der Schilderung der Ansichten Platons zur Demokratie. Bei dieser Schilderung stellt er dar, dass für Platon die Demokratie keine gute Staatsform sei und er sie ablehne. Daraufhin wendet er sich ans Auditorium: „Hallo Münkler-Watch: Ich meine Platon!“ (Münklersche Kunstpause, Blick geht ins Auditorium) „Ich weiss nicht, die hören immer so schlecht zu“. Belege braucht der Universalexperte Münkler für eine derartige Tatsachenbehauptung scheinbar nicht.

Unterschiedliche Verfassungsmodelle
Mit Blick auf Polybius, Hobbes, Kant, Locke, Montesquieu, Weber, Marx und Simmel stellte Münkler moderne und neuzeitliche Verfassungsmodelle vor. Bei Montesquieu merkte er kritisch an, dass dieser dem rational, mit geteilten Gewalten organisierten Europa, ein orintalisierendes Bild der ungeteilten Gewalt als „Sultanherrschaft“ pejorativ entgegen stelle. Zudem erwähnt Münkler, dass diese eurozentristische Perspektive auch von Marx eingenommen werde.

Münkler kritisiert alte weiße Männer
Nachdem Münkler hier eurozentristsiche Perspektiven von alten weißen europäischen Männern kritisch markiert, wechselt er in den Kommentar. Dieser Perspektive sei gemein, da sie unterstelle, dass sich in den Kulturen des Orients keine moderne Gewaltenteilung herausbilden könne: „Man kann sagen, der Orient ist noch auf dem Weg“ (Münklersche Kunstpause) „Noch ist der Gegenbeweis nicht gelungen“. Und so schließt sich Münkler nach einer kritischen Kommentierung leider doch noch der Perspektive der alten weißen europäischen Männer an, die Entwicklung als angeblichen „Fortschritt“, mit dem Ziel einer Ordnung nach europäischen Vorbildern, verstehen.

Fetisch als bürgerliche Ideologie der Ideologiefreien
Eine starke Stelle erlangte die Vorlesung wieder, als der MEGA-Mitherausgeber Münkler in Abgrenzung zu Simmel den Marxschen Fetisch-Gedanken erläuterte. Bei der Erläuterung des Weberschen Begriffs des Überganges von der Tratitionellen zur Bürokratischen Herrschaft in der Moderne, machte Münkler den Simmelschen Gedanken deutlich, dass es durch Geldwirtschaft zu einer Entkoppelung von „Haben“ und „Sein“ komme. Ökonomische Reproduktion sei in der Moderne nicht mehr an Qualität, sondern an reine Quantität gebunden. Dies erodiere traditionelle Herrschaftsbindungen, an deren Stelle einfach ideologiefreie Ausbeutung trete. Dem halte Marx den Fetisch-Gedanken des Geldes entgegen. Anhand dessen könne man sehen, dass das Bürgertum sehr wohl eine eigene Ideologie entwickle, um den Ausbeutungsprozess von Menschen mit einem Legitimationsnarrativ zu versehen. „Würde er 2015 das Kapital schreiben, hätte er noch viel mehr Beispiele für seine Thesen“.

Männliche Hegemonie im Hörsaal
Mehrmals äußerte sich Herfried Münkler zudem in Form von Zitaten demütigend über Frauen. Dabei machte er zwar in Richtung dieses Blogs deutlich, dass er lediglich Personen zitiere – eine kritische und zudem ernsthafte Distanzierung von den Zitaten und den Zitierten blieb aber aus.

Konkret geht es um ein Bibelzitat aus dem alten Testament, welches Münkler im Zuge der Erläuterung der Transformation von Gewalt in Herrschaft bemüht; König David schwängert in dieser Geschichte die Frau eines seiner Soldaten – und zur Vertuschung dessen schickt er den Ehemann in den sicheren Tod. Schließlich erscheint in der Geschichte ein Prophet, der König David für diesen Mord bestraft und ihn um seine Macht bringt. Der Sohn Davids vergewaltigt danach eine Reihe von Frauen, um zu Demonstrieren, wer fortan herrsche. Zum Verständnis der Kritik sei zu betonen, dass der Professor diesen Teil der Vorlesung vollkommen frei einbaute und es schien, als hätte er ihn nicht schriftlich vorbereitet.

Mit diesen Zitaten und Nacherzählungen schaffte der Professor eine Atmosphäre der männlichen Dominanz, denn in allen Geschichten – er zitierte noch weiteres aus der Bibel – waren Frauen Objekte männlicher Aktion und Handlung. Sie werden, wie in der Geschichte oben, instrumentalisiert, um männliche Macht zu manifestieren. Die reine Nacherzählung erzeugt also eine gewisse Stimmung und erregt starke Emotionen. Der Professor nahm keine Rücksicht darauf.

Mehr Infos:

Alle Folgen Münkler-Watch
http://hu.blogsport.de/muenkler-watch/

Was ist der Extremismus der Mitte?
http://hu.blogsport.de/2015/01/26/warum-gegen-den-extremismus-der-mitte/


70 Antworten auf „Münkler-Watch 4: „Erbärmlicher Feigling!““


  1. 1 Machtfrage 06. Mai 2015 um 18:38 Uhr

    Mich nervt etwas der leicht paternalistische Welterklärungston, der alles in hier hat Münkler recht und hier nicht unterteilt. Aber ich finde es gut, dass eine inhaltlich fundierte kritische Auseinandersetzung mit klassischer politischer Theorie im allgemeinen und mit Münkler im besonderen stattfindet. Darum geht es doch angeblich in der Uni – kritisch denken und debatieren. Das sollte doch wünschenswert und nicht problematisch sein.

    Selbstverständlich besteht eine deutliche Machtasymmetrie zwischen Prof und Studis, aber daraus folgt nicht automatisch, dass eine nicht-anonyme kritische Konfrontation in Nachteilen für die Studis mündet und deshalb kategorisch abzulehnen ist. Auszuschließen ist es auch nicht. Das ist natürlich eine Frage des persönlichen Risikos, aber auch eine des Stils. Ein offener Brief oder ein prof-watch-Blog machen mehr Tammtamm, erreichen eine höhere Öffentlichkeit, aber verhärten sicher auch erstmal die Fronten. Ich entsinne mich an ähnliche Kritikpunkte bei der VL Soziologische Theorie von Eder, die auch geäußert wurden und wo es dann ein offenes aber nicht öffentliches Gespräch mit Studis, Dozenten und Prof. gab.

  2. 2 Administrator 06. Mai 2015 um 22:58 Uhr

    Es gibt bei uns in der Gruppe bisher niemanden, ausgerechnet bei Herrn Münkler die Probe aufs Exempel machen möchte.

  3. 3 Sovak 09. Mai 2015 um 16:52 Uhr

    Ich verstehe euren Ärger über Prof. Münkler, aber warum müsst ihr ihn jetzt so öffentlich verspotten? Das kommt einem Rufmord gleich. Habt ihr mal mit ihm geredet, seid ihr mal zur Leitung eurer Fakultät gegangen? Ich an eurer Stelle würde jedenfalls etwas diskreter vorgehen.

  4. 4 Anti-Rotfaschist 09. Mai 2015 um 17:04 Uhr

    Puh, ein Glück, dass Ihr niemals einen Job finden werdet und niemals irgendeine wichtige Position in unserer schönen, demokratischen Gesellschaft bekommen werdet.

  5. 5 Name Notwendig! 09. Mai 2015 um 17:17 Uhr

    Was als allererstes auffällt: Ihr könnt nicht für 5 Pfennig schreiben. Unlesbar. Peinlich.

  6. 6 na prima 09. Mai 2015 um 17:25 Uhr

    na super, jetzt habt ihr es geschafft, jetzt ist das ganze bei Spon gelandet (so ist das mit der öffentlichkeit), Münkler wird aus der Nummer vermutlich ganz gut rauskommen, aber der Mob wird auch auf euch eindreschen….
    freut euch schonmal auf die antigenderisten und antiintellektuellen die jetzt erst auf auch aufmerksam werden

    selber schuld wenn man sowas in die Öffentlichkeit zieht anstatt da zu diskutieren wo es hingehört

  7. 7 severin 09. Mai 2015 um 18:10 Uhr

    Ich finde es grundsätzlich richtig, ALLES kritisch zu betrachten und hinterfragen und mach das in meinem Blog und in sozialen Netzen auch.

    Allerdings unter meinem echten Namen. Ohne Angst vor Konsequenzen. Entweder ich habe eine Meinung und steh dazu oder eben nicht.

    Nie würde ich anonym posten. Denn das ist tatsächlich erbärmlich und feige.

  8. 8 Chris 09. Mai 2015 um 18:18 Uhr

    jemanden öffentlich und anonym anzugreifen und dadurch zu schaden ist schon peinlich. Ich bin sicher, Herr Münkler hat wöchentlich Sprechstunde, die man zur Auseinandersetzung nutzen könnte, aber dazu fehlt wohl der Mut. Aber so ist das Denunziation und vor allem egoistisch.

  9. 9 karl-h. Wallach 09. Mai 2015 um 19:03 Uhr

    …finde ich sehr gut!!!

  10. 10 karl-h. Walloch 09. Mai 2015 um 19:04 Uhr

    …finde den Blog sehr gut!!!

  11. 11 Tom Goeller 09. Mai 2015 um 19:31 Uhr

    Münkler ist hierzulande völlig überbewertet; im Grunde genommen auch durch Euren Blog. Was ich indes besorgniserregend finde, ist was anderes: dass ihr glaubt, Münkler habe solch‘ eine große Macht/Einfluss, dass ihr Angst haben müsstet, nur weil ihr Kritik äußert, würde er Euch schaden (können). Wenn das wirklich so wäre, müsste nicht nur Münkler weg (der ist aber altersmäsdig sowieso bald emeritus), sondern auch der Rektor der HU. An Eurer Stelle würde ich es vorziehen, wie die 68er zu handeln. Es gibt da viele Beispiele, angefangen bei Joschka Fischer und Gerhard Schröder. Die kamen mit ihren offenen Klappen wesentlich weiter als jedweder Münkler. Gruß TG

  12. 12 newfag 09. Mai 2015 um 19:33 Uhr

    erbärmlich

  13. 13 Heinerle 09. Mai 2015 um 19:42 Uhr

    Finde eure Aktion peinlich. Herr Münkler ist gewiss überheblich, aber er hat dafür auch einiges getan, sich diese eig. typische Eigenart von professoren anzueignen. Das widerspricht doch nicht gegen einen offenen Diskurs mit dem Wissenschaftler?

    Dass es in der PoWi ein viel zu starres Denken gibt ist hinlänglich bekannt. Und dass Herr Münkler ein Sarkast ist, dessen Bemerkungen stets bewusst überspitzt sind, sollten doch heutzutage Studenten begreifen können oder nicht? Der Prof. ist gut und ihr könnt froh sein ihn zu haben.

  14. 14 Hapé 09. Mai 2015 um 20:07 Uhr

    Im Text „Verfassungs als Märchen“ offenbart der Schreiber, dass er den Begriff „Gewalt“ nicht versteht und „Narrative“ als ein anderes Wort für Grimms oder Bechsteins Märchen hält.
    Das ist nur ein Beispiel. In jedem Absatz das Gleiche: fatal umgangssprachliche Begriffsauffassung und merkwürdig ahistorisch und engstirnig moralisch.
    Hört auf zu schreiben, hört lieber zu!

  15. 15 carlotta 09. Mai 2015 um 20:19 Uhr

    Ich finde es gut, dass ihr diesen Blog macht, gut, dass ihr die kritische Auseinandersetzung mit Lehrinhalten öffentlich führt.

    An vielen Punkten stimme ich euch zu – natürlich fehlen in den Literaturlisten außereuropäische Perspektiven, natürlich sitzen viel zu wenige PoC auf den Lehrstühlen, natürlich auch viel zu wenige Frauen. Und wahrscheinlich habt ihr Recht mit der Einschätzung, dass das Münkler (und vielen anderen) vollkommen egal bzw. sehr recht ist.

    Finde aber nicht alles stimmig an eurer Argumentation. Manches haben andere schon geschrieben, vor allem Bobs Kommentare verdienen noch mal eine Antwort.

    Nach dem Lesen aller Posts frage ich mich, warum ihr Münkler ausgewählt habt? Soll er stellvertretend für ein System stehen? Er ist ja bei Weitem nicht der einzige, der die Erweiterung des Kanons nicht für notwendig hält und der sexistische Einstellungen vertritt. Sind es seine außeruniversitären Tätigkeiten, die euch besonders nerven? Dann fände ich es spannend, dazu mehr zu erfahren.

    Dass ihr so persönlich argumentiert, erscheint mir auch nicht hilfreich, wenn ihr mehr wollt als einfach dissen. Sätze wie dieser hier „Belege braucht der Universalexperte Münkler für eine derartige Tatsachenbehauptung scheinbar nicht.“ wirken auf mich ziemlich kindisch, das ist einfach billige Polemik. An anderer Stelle nennt ihr ja auch seine Beispiele für aus seiner Sicht falsche Wiedergaben.

    Eure Selbstbeschreibung „Wir stehen zusammen mit Euch allen am untersten Ende der akademischen Hierarchie.“ finde ich sehr pathetisch und vielleicht auch falsch, weiß ich nicht. – seid ihr alle weiß, habt ihr deutsche Pässe? Dann stimmt das vielleicht doch nicht so ganz. Und wer putzt eigentlich eure Klos in der Uni? Na gut, die zählen ja gar nicht zur akademischen Hierarchie.

    Nochmal zum Inhalt: Vielleicht ist es schwierig, in einem solchen Blog eure Kritikpunkte zu verdeutlichen. So wie es da steht, macht ihr es Kritiker_innen jedenfalls leicht, euch ein Verdrehen von Münklers Aussagen vorzuwerfen. Nur ein Beispiel: Gewalt als Form der Machtausübung von Männern über Frauen in der Bibel zu benennen, ist ja nicht automatisch eine Reproduktion von männlicher Dominanz. Da fehlt einfach der Kontext, um das fair beurteilen zu können.

    Trotzdem danke für eure Arbeit, super, dass ihr kritisch kommentiert. Ich frage mich nur, ob nicht eine Auseinandersetzung mit den Inhaltung ohne Personenbashing noch effektiver wäre. Die Fakten könnten ja für sich sprechen.

    So, und jetzt nach dem SPON-Artikel viel Spaß mit den Kommentaren.

  16. 16 Philipp Cuta 09. Mai 2015 um 20:24 Uhr

    Ich finde es bezeichnend, dass Ihr mit Eurer Kritik anonym bleibt, aber von Kommentatoren die Email wollt. Weiterhin ist es typisch für Euren sektenhaften Duktus, dass Ihr permanent anderen Personen unterstellt, nicht „echt“ zu sein (konstruieren tun offenbar nur Männner, von Frauen habe ich das noch nie gehört) oder sich zu „inszenieren“, während Ihr Euch offenbar sämtliche Rechte zugesteht, die Euren Opfern nicht mal im Ansatz gewährt werden. Ihr fordert Diskurs, aber nur nach Euren Vorstellungen. Aber freut Euch: ihr könnt mit dieser Einstellung noch zwanzig Jahre an der Uni und in intellektuellen K-Gruppen bleiben, weil Euch außer formbaren Soziologie-Erstsemestern nie mehr jemand zuhören wird.

  17. 17 Gitanes 09. Mai 2015 um 21:06 Uhr

    Danke – wir brauchen in unserer Zeit, die man auch als eine Art Wirtschaftsfaschismus begreifen kann, viel mehr von euch. Kritische Geister an den Hochschulen sind heute eine seltene Spezies, ausgerechnet. Seltsam, wenn man das schon mit knapp 30 feststellen muss. Reaktionäre Weltbilder und Neo-Feudalismus scheinen „alternativlos“, bei Jugendlichen stehen Dirndl, „Karriere“ und Co. hoch im Kurs.

    Tja, und ich kann absolut verstehen, warum man da lieber anonym bleiben möchte. Anpassung und unkritische Denke wird in dieser Gesellschaft, der Wirtschaft sowieso, mehr oder weniger vorausgesetzt. Auch (oder gerade??) in meiner Branche, den Medien, wird wirkliche Abweichung vom Mainstream mit Existenzbedrohung bestraft – von winzigen Nischen abgesehen.

    Viele Grüße, leider nicht aus Berlin, und weiter so mit diesem höchst interessanten Blog.

  18. 18 kabeljau 09. Mai 2015 um 21:30 Uhr

    berechtigte kritik hin oder her, mit der anonymen polemik verspielt ihr alle symphatien. viel spaß beim auffangen des shitstorm-bumerang:)

  19. 19 HansMeier 09. Mai 2015 um 21:33 Uhr

    Bin über SPON hierhergeschickt worden.
    .
    Also Eure Vorlesungsmitschriften finde ich ganz witzig.
    Selbst wenn Ihr Zitate aus dem Zusammenhang gerissen haben und unnötig hämisch kommentiert haben solltet, kann ich da keinen Rufmordskandal entdecken. Wer selber schonmal in irgendeiner Vorlesung war, kann das wohl einordnen.
    .
    Und: „Seriöse“ Zeitungen machen es genauso und die Leitartikel in der FAZ finde ich, ehrlich gesagt, schlimmer.
    .
    Also behaltet den mal ruhig weiter im Auge, aber bitte: Bleibt immer schön höflich und locker und humorvoll. Kein Kesseltreiben, keine Inquisition, kein moralisches Strafgericht. Am besten einfach nur ab und zu eine lustige Gegenfrage…

  20. 20 Dr Eric del Guardia 09. Mai 2015 um 22:18 Uhr

    Die kritische Auseinandersetzug mit vermittelten Lehrstoffen aller Art ist gut und wichtig.
    Aber Ihr solltet schon die „Eier in der Hose haben“ das direkt und „von Angesicht zu Angesicht“ machen.
    Das Blog hier ist Feige und zeugt von wenig Rückgrad.

  21. 21 jammerlappen 09. Mai 2015 um 22:23 Uhr

    „Mit diesen Zitaten und Nacherzählungen schaffte der Professor eine Atmosphäre der männlichen Dominanz, denn in allen Geschichten – er zitierte noch weiteres aus der Bibel – waren Frauen Objekte männlicher Aktion und Handlung. Sie werden, wie in der Geschichte oben, instrumentalisiert, um männliche Macht zu manifestieren. Die reine Nacherzählung erzeugt also eine gewisse Stimmung und erregt starke Emotionen. Der Professor nahm keine Rücksicht darauf.“

    Unglaublich lächerlich, es soll ein Problem sein, dass jemand keine Rücksicht darauf nimmt, dass irgendwelche Beschreibungen „starke Emotionen“ „erregt“? Soll der Prof in Zukunft eine Packung Taschentücher mitbringen? Oder die Vorlesungen mit Entspannungsmusik absschliessen?

    Sorry, aber die Vorlesung ist „Einführung in die Politische Theorie und Ideengeschichte“; an politischen Ideen gabs ne Menge, angefangen mit „Meine Keule ist härter als dein Schädel“ über „Der Staat bin ich“ zu „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ – sind teils nette und teils weniger nette Ideen, manche davon triefen geradezu von Blut. Was geht man in eine solche Vorlesung, wenn man sich bereits durch ein paar Geschichten unwohl fühlt?

  22. 22 Aschersleben 09. Mai 2015 um 22:30 Uhr

    Ich lach mich tot – ihr wollt anonym bleiben, aber wer hier kommentiert, soll seine email dalassen. Bitteschön, da hab ihr sie. Soll ich euch sagen, was ich von euch halte? Ihr seid: Rechthaberisch, antipluralistisch, diskursfeindlich, totalitär – und ganz schön feige. Linksfaschisten halt, aber ihr habt nicht einmal den Mut eurer Vorgänger der 68er-Fraktion, euch selbst hinzustellen und zu eurem Protest zu stehen. Aus dem Verborgenen mobben, wie die Heckenschützen, das könnt ihr. Aber sonst nichts. Am allerwenigsten schreiben. Erbärmlich.

  23. 23 Mao tse Stalindolf 09. Mai 2015 um 23:16 Uhr

    Anonyme Feiglinge mit linksextremistischer weißenhassender Mentalität. Chapeau!

  24. 24 Verena 09. Mai 2015 um 23:22 Uhr

    Diese Miwchung aus altbackener Rechthaberei und Besserwisserduktus mit Unkenntnis der deutschen Rechtschreibungund Grammatik ist nur peinlich.

  25. 25 trololol 09. Mai 2015 um 23:45 Uhr

    lolikowski! Es ist tatsächlich erbärmlich, wenn ihr den offenen Diskurs über das vermeintlich asymmetrische Machtgefüge in Eurer Uni (!) unter Hinweis auf die rhetorische Überlegenheit des Profs ablehnt. Aber dann erst recht ein Uni-Internum ohne Not anonym in die Welt blast Geht heulen ihr Nichtsnutze und hört bitte auf zu studieren, statt solch einen anonymen Unsinn zu verzapfen! Feige Weicheier! Die Angabe der E-Mail-Adresse ist unter Hinweis auf das TMG mitnichten notwendig. Ich mach Euch den Blog nachher über die Backdoor zu! TROLOLOLOL

  26. 26 dieJant 09. Mai 2015 um 23:53 Uhr

    In Folge 1 schriebt ihr

    Münkler agiert in einer Gesellschaft, die wie selbstverständlich mit jeder Faser von der eigenen Überlegenheit überzeugt ist […]

    und ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass ihr, wenn auch in einer anderen Gesellschaft unterwegs, nicht anders gestrickt seid. Vielleicht sogar überzeugter und kompromissloser in eurem Glauben an die eigene (seligmachende?) Überlegenheit (hint: die gibt es nicht). Aber auch sehr viel weniger differenziert.
    Zwischen den Zeilen lese ich hier, dass Münkler gerne provoziert und auch polemisiert. Ohne seinen Duktus zu kennen meine ich, dass ihr hier nur die halbe Wahrheit ausbreitet. Ich werde mal schauen, ob ich Videos von ihm -außerhalb der üblichen Politik-/Laberrunden- finde; vermute aber, dass einige von euch nicht auf die Idiosynkrasie des Herrn Münkler klarkommen (so betont ihr immer wieder die ‚Münklersche
    Kunstpause‘ – so what? Kein Grund, ihn hier ins Lächerliche zu ziehen. Ist doch nur ein billiges ad hominem, warum keine Argumente?). Jedenfalls meine ich, dass ein Professor, der nicht provoziert, polemisiert und von mir aus auch rabulisiert gerade in den SoWi nichts verloren hat, denn damit begeistert oder empört er seine Studenten, regt sie jedenfalls zu Meinungsäußerungen an und befördert so Diskussionen. Das scheint bei euch ja nicht stattzufinden, und ich nehme mir heraus zu vermuten, dass ihr daran auch nicht interessiert seid, da siehe oben…

    Nachtrag: Carl Schmitts Positionen fand und finde ich ziemlich scheiße und daneben. Trotzdem bin ich froh, in meinem Politikstudium damals (keine Sorge, weit weg von Berlin…) ihn bis zum gefühlten Erbrechen zwei Semester lang immer mal wieder gelesen zu haben. Ebenfalls die anderen Autoren in der langatmigen zweisemestrigen Einführung in die politische Theorie. So ist das halt, manche hasst man, mit manchen geht man konform, aber solche Vorlesungen leben von Professoren, an denen man sich reiben kann. Das führt dann zu wunderbaren Diskussionen mit Kommilitonen, die politisch nicht unbedingt auf Wellenlänge liegen. Aber da musste ich mich auch erstmal drauf einlassen, habe dann wunderbare Denkanstösse über den Tellerrand bekommen.

    Und als zweiter Nachtrag: Gendern finde ich auch scheiße, die damit verbundenen Ziele aber nicht. Warum ich Gendern nicht mag? Nun, aus sprachästhetischen Gründen. Ich diskutiere das aber auch gerne, manche Kommilitonen haben da durchaus andere Meinungen und sprechen das mit mir über durchzechte Nächte durch. Hinterher ist keiner überzeugt, aber alle sind schlauer. Andere schauen mich mit dem Arsch nicht an ob dieser Ignoranz. Was besser ist? Muss jeder für sich entscheiden ;) .

  27. 27 Oscar Wilde 10. Mai 2015 um 0:23 Uhr

    To cite myself: „Man is least himself when he talks in his own person. Give him a mask, and he will tell you the truth.“

  28. 28 medienmogulxxx 10. Mai 2015 um 2:34 Uhr

    Hach, ihr bösen, gemeinen und feigen
    Linksfaschisten. Könnt ihr den mit dem Ehrbegriff der Rechtskonservativen so gar nichts anfangen? Tretet doch bitte aus der Anonymität heraus und direkt zur Schlachtbank, damit der Mob wieder ruhig schlafen kann. Ähnliche Tips hatten einschlägige Geistesgenossen sicherlich auch für den Betreiber von Guttenplag oder, um mal den schwarzen Humor der Kategorie Münkler zu bemühen, gar die Geschwister Scholl übrig.

  29. 29 Aschersleben 10. Mai 2015 um 6:37 Uhr

    @medienmogulxxx Ganz genau, das ist die hinterfotzige Heckenschützen-Mentalität der Plagger. Und jetzt wollen diese Weicheier sich auch noch mit heroischen Widerstandskämpfern vergleichen? Ist ja wohl das Letzte.

  30. 30 handsom 10. Mai 2015 um 7:35 Uhr

    Ich gratuliere. Dieser Blog ist eine gute Vorbereitung fuer das Arbeitsleben: Sie wissen wahrscheinlich dass wenn ihr an die Oeffentlichkeit geht, ihr werdet nieder gemacht (egal wenn ihr recht habt). Ich habe persoenlich so oft erfahren wie gepreiste familienfreundliche Unternehmen in Deutschland ein mobbing nest ist, compliance abteilungen in unternehmen ueberhaupt nicht funktionieren, ein Mann aus dem Buero-fenster in deutschland rausspringt und keiner wird darüber informiert.. alles mit dem Ziel der geistigen Versklavung und Unterdrückung. Der Druck auf der gesellschaft muss enorm aufgebaut werden (mit solchen Blogs) damit sich etwas aendert. Weiter so. Ich lese gerne weiter und werde es um mich herum verteilen. Schoen dass es euch gibt in der merkelschen Wueste Deutschland. Wollt ihr noch weiter schreiben und brisante Themen anmelden? Bitte alles an marianne.net oder mediapart.fr .. dort herrscht immer noch eine prickelnde Stimmung.

  31. 31 Caro Meyer 10. Mai 2015 um 8:24 Uhr

    Wer meint, man könne als Student offen von Angesicht zu Angesicht Kritik üben, oder das Abhängigkeitsverhältnis von Studierenden kritisieren, ohne gravierende persönliche Nachteile in Kauf zu nehmen, hat keine Ahnung vom Wissenschaftsbetrieb; in dem das Fortkommen mehr von der Willkür des Dozenten als von der Leistung abhängt. Und in dem Studenten nicht dagegen vorgehen sollen, weil sie dann ganz auf Erfolg verzichten können. Der weiß auch nicht, dass in Deutschland eine Zünfte-Mentalität unter den Uni-Profs vorherrscht. Also, bleibt anonym, alles andere wäre Selbstmord.

  32. 32 Thilo.X 10. Mai 2015 um 8:33 Uhr

    Guten Tag, ich bin auch Dozent in den Sozialwissenschaften und kann sagen, dass es sich bei Studenten, die gegen Kollegen wie Herrn Münkler vorgehen, meistens um fachlich bedingt einsatzfähige Auszubildende handelt. Die bedingte Einsatzfähigkeit zeigt sich auch an pauschalisierenden Aussagen wie „Schmitt war ein Faschist“.
    Es bleibt zu hoffen, dass Studenten und Studentinnen einem 68er-Nostalgie huldigenden immatrikulierten Geist-Pöbel die Grenzen aufzeigen und diese hummorlosen Gesinnungshetzer ächten.

  33. 33 Michelle 10. Mai 2015 um 11:01 Uhr

    Aus ethnologischer/kulturwissenschaftlicher Perspektive sind einige Ansichten eures Professors schlichtweg falsch und sogar gefährlich: „Man kann sagen, dass der Orient noch auf dem Weg ist“ ist eine typisch ethnozentristische Aussage, die impliziert, dass sich alle Kulturen nach westlichem Vorbild entwickeln müssen. Der Evolutionismus, der in der Aussage mitschwingt, suggeriert eine Überlegenheit der westlichen Kultur und enthält eine Denkweise, die rassistische Ressentiments befeuern kann.
    Ich finde es immer wieder verwunderlich, dass der irrationale Glaube an die eigene, weiße, männliche Überlegenheit selbst unter Professoren verbreitet ist, aber es ist gut, dass ihr solche Probleme in eurem Blog ansprecht. Vielleicht solltet ihr mal Kontakt zu Leuten aus den Fachbereichen Ethnologie/Anthropologie/Kulturwissenschaft bei euch an der Uni aufnehmen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sich auch unter den Dozenten dort viele Leute finden werden, die Münklers Aussagen für falsch und gefährlich halten.
    Ansonsten finde ich es gut, dass ihr euch so intensiv mit den Inhalten der Vorlesung befasst (da soll mal einer sagen, dass sich die Studenten heutzutage nicht mehr kritisch mit dem Lehrstoff auseinandersetzen würden).
    Viel Erfolg weiterhin!

  34. 34 Bernd 10. Mai 2015 um 11:05 Uhr

    Das ist das Ergebnis der Bildungsreformen in deutschen Landen: dumme, naive und demokratiefeindliche Studenten!

    Im Sinne der Gleichberechtigung solltet ihr eure (Bio-)Eier, die es ja nicht gibt, da das Geschlecht nur sozial determiniert wird, wieder dahin stecken, wo sie hingehören, und in den offenen Diskurs mit dem Prof. treten und nicht wie miese kleine Scheißhausfliegen/Scheißhausflieginnen in der Anonymität des Internets.

  35. 35 sara 10. Mai 2015 um 12:24 Uhr

    hey ich find super was ihr macht weiter so…und anonym zu bleiben ist völlig ok.
    besonders dass stellen, die gewalt gegen frauen beinhaltet, bzw. deren verwendung kritisiert wird, finde ich sehr mutig. nur weiter so.

  36. 36 hardy 10. Mai 2015 um 13:25 Uhr

    „zu meiner zeit“ …

    gab’s leute, die einem über die strasse fröhlich so was wie „euch hätte man früher vergast“ zurufen konnten und lehrer, die mit „komm mal nach vorne und beug dich über das pult“ eine kleine demo in sachen erziehung veranstalten durften.

    heute. naja, ich bekomme nicht mehr hin als ein „früher hätte man über euch gelacht“, aber weil ihr ja sooo fuchtbar ernst seid, würdet ihr den witz nicht verstehen.

    zu meiner zeit hätte man auch gesagt „ich hole jetzt meinen großen bruder …“ oder „komm, das klärn wir mal besser draussen“. in ermangelung eines großen bruders und vor allem eines „draussen“ klingt das alles ein bißchen nach „das sag‘ ich jetzt aber meiner mutti!“

    wenn ihr alles schön säuber glatt geschliffen habt in eurer hermetischen kleinen welt, die es schafft, die da draussen komplett zu ignorieren, dann … ja dann sind wirklich alle probleme der welt gelöst.

    naja, die in eurer kleinen „echokammer gleichgesinnter“.

    viel spaß noch mit euren five seconds of shame.

  37. 37 A-Man 10. Mai 2015 um 14:44 Uhr

    Wo bleibt die Liebe?

  38. 38 Spaßbremse 10. Mai 2015 um 15:19 Uhr

    Peinlich und dumm, so seid ihr – so ist ein Pionier…
    Viel reden und nichts zu sagen haben – scheint als wenn Schwachmaten wie ihr nix gelernt heben und nie etwas lernen werden – Hauptsache Studium…

  39. 39 notwendig 10. Mai 2015 um 15:36 Uhr

    Mit diesem Blog zeigt Ihr auf wie wichtig die offene und sachliche Auseinandersetzung bei respektvollem Umgang miteinander ist – und wie schnell man sich als Egoist und Wichtigtuer entlarvt.

  40. 40 peter seidel 10. Mai 2015 um 19:49 Uhr

    Ausgezeichneter Blog !

    Weiter so !

    Die Bedenken bezüglich der ungleichen Machtverhältnisse sind berechtigt. Dieser kritisierte Prof. der von unseren Steuergeldern finanziert wird, ist eine Zumutung.

    Unsere FdGO wird trotz unseres Grundgesetzes schon in den meisten Medien dieses unseres Landes mißachtet und abgebaut.
    Hilfe leisten dazu die sog. Eliten in Wissenschaft,Forschung,Wirtschaft,Finanzwesen u.a. Bereiche unseres gesellschaftlichen Alltags.

    Auch der GRÖFAZ und seine Bewegung sind nicht ohne die Vorbereitung durch „Wissenschaftler“ (Rassentheorie u.a.)an die Macht gebracht worden. Die Weimarer Republik unterließ es diese Strömungen rechtzeitig zur Kenntnis zu nehmen.

  41. 41 hardy 10. Mai 2015 um 23:28 Uhr

    @peter seidel

    weia. geht’s noch ne nummer größer?

    jetzt ist der arme prof auch noch ein „steigbügelhalter“ für einen zukünfigen GRÖFAZ.

    ich gehe mal davon aus, daß sie kein historiker sind …

    münkler ist vor allem eins, was die herrschaften hier ja ganz offensichtlich nicht sind: kompetent und vor allem fleissig. seine letzten arbeiten sind – auch dies ein gegensatz zu dem hysterischen geschreibsel hier – beeindruckend.

    schon klar, kompetenz und fleiss sind keine kategorieen, solange nur genug watte für wattenbäusche produziert wird, mit denen sich der junge student von heute gegen die unbillen der welt einkuscheln kann.

  42. 42 Cato 11. Mai 2015 um 3:40 Uhr

    Man kann Münkler, wie jeden Wissenschaftler, für seine Positionen begründet kritisieren – wenn ihr etwas in die Sekundärliteratur schauen würdet, so würdet ihr feststellen, dass andere Wissenschaftler das auch tun. Aber dafür scheint ihr euch nicht zu interessieren – lesen, das sollen doch die anderen machen. Denn ihr denkt, ihr wüsstet als Studenten ohne Abschluss und Forschungserfahrung einfach schon alles und eure Weisheit sei die einzig richtige. Mit dieser Einstellung werdet ihr nicht weit kommen. Forschergeist zeigt sich in dem Moment, in dem man realisiert, wie fragil das eigene Wissen ist und das man unglaublich viel eben noch nicht weiß. Diese Haltung kennzeichnet auch noch den besten Emeritus. Ein bisschen mehr Demut und Anerkennung der (natürlichen) Begrenztheit der eigenen Kenntnisse wäre angebracht. Gleichzeitig scheint ihr nicht die leiseste Ahnung davon zu haben, wie man eine aufgeklärte Debatte führt. Wenn ihr einen Professor kritisieren wollt, dann schreibt doch einen Aufsatz und widerlegt empirisch seine Positionen. Eure Form des Diskurses ist hingegen einfach nur überheblich und arrogant, es ist der Stil des auf dem hohen moralischen Podest stehenden Oberlehrers, der Kopfnoten verteilt. Enttäuschend, denn ihr verpasst die Chance, euch ernsthaft mit der Materie auseinanderzusetzen und euch eine begründete Meinung zu bilden; gleichzeitig habt ihr Münkler, der tatsächlich in vielen öffentlichen Auftritte Murks erzählt und z.B. keine Ahnung von der historischen Fachliteratur hat (etwa zu Kolonialkriegen), durch euren kindlichen Auftritt gestärkt. Kompliment! Stattdessen reproduziert ihr leere und simplistische Formeln, modische Floskeln, nichts weiter, kein einziger kreativer Gedanke. Und lernt doch endlich mal, dass im Leben immer Leute andere Meinungen und politische Positionen als die euren haben werden. Auch jeder Wissenschaftler macht diese Erfahrung. Das kann man akzeptieren und produktiv kritisieren (und manchmal auch einfach ignorieren), statt aus der Haltung der Empörung aufzuschreien. Das Ergebnis hiervon ist nämlich nichts weiter als intellektueller Stillstand.

  43. 43 radikallektüre 11. Mai 2015 um 8:13 Uhr

    Gerade Simone de Beauvoir gelesen. Gut, dass ich leise und nicht laut in der Öffentlichkeit vorgelesen habe. Puh, das war knapp. Wenn sie die Geschichte der patriarchalen Gesellschaft erzählt, klingt das schon ganz schön männlich dominant, keine gute Atmosphäre, wenn das zufällig wer mitgehört hätte, hätte sich wmgl. wer nicht gut dabei gefühlt. Ganz schon erschreckend, was die erzählt!

    Nun ernsthaft, wäre vllt. nicht das schlechteste, auch mal eine Anekdote von den Feldzügen der Hatschepsut zu erzählen oder was weiß ich. Aber doch nicht für ein Wohlfühlklima, wenn, dann um zu schauen, ob die Boys damit gut erschreckt werden können.

  44. 44 andere 11. Mai 2015 um 8:16 Uhr

    ich finde münkler auch ziemlich problematisch und in einer anderen vorlesung hat er auch mal einen homophoben witz über nen deutschen aussenminister (kontext erster weltkrieg) gemacht…
    der ist schon auch sehr unangenehm jovial…[an eure kinder denken zu müssen finde ich allerdings auch reichlich flapsig]

    aber: die kritik am textkorpus der vorlesung ließe sich präzisieren, wenn ihr stärker zwischen klassiker_innen der ideengeschichte, also den eher historischen quellen (die durch historische ausschlüsse bedingt tendenziell von „normalen“ subjekten verfasst wurden), auf der einen seite und auf der anderen seite den neueren texten, tendenziell also der forschungsliteratur zur ideengeschichte und zeitgenössischer politischer theorie unterscheiden. spätestens ab dem 19. jahrhundert lässt sich der ausschluss von frauen aus der literaturauswahl so nicht mehr rechtfertigen und insbesondere die ausseinandersetzung mit eurozentrischem und heteronormativem denken ließe sich an vielen stellen einbinden…

    trotzdem sind platon, aristoteles, hobbes, marx etc unumgänglich für das forschungsfeld…u.a. um zu wissen, ob richtig zitiert wird…

  45. 45 DerTyp 11. Mai 2015 um 13:13 Uhr

    Hallo, auf ein paar Eurer Ausführungen möchte ich gerne eingehen:

    „Er unterschlägt, dass die angeblich vorhandenen Extreme aus der Mitte der Gesellschaft kamen. Auch Hitler gewann seine Wahlen in der Mitte. Der Nationalsozialismus wurde überhaupt erst möglich, weil sich weite Teile des Bürger_innentums von den christlich-liberalen Sonntagspredigen von Humanität und Menschlichkeit verabschiedeten (Raus:um ganz offen und ohne jede Scham typisch deutsch sein zu können.)“

    Ja, Hitler gewann seine Wahlen in der Mitte. Ihr vergesst aber, dass das, was damals als Mitte galt, heutzutage als rechts einzuordnen wäre. Gesellschaftlicher und parteienübergreifender Konsens war ja gerade, dass das Weimarer System System ein aufgezwungenes „Siegersystem“ und dass Versailles eine Schmach sei, die getilgt werden müsse. Erst in der Nachbetrachung ergibt sich die Einordnung der damaligen Mitte als rechts, daher ist der Begriff der Mitte nicht gleichlautend für Weimar und Bonn zu verwenden.

    „Mit diesen Zitaten und Nacherzählungen schaffte der Professor eine Atmosphäre der männlichen Dominanz, denn in allen Geschichten – er zitierte noch weiteres aus der Bibel – waren Frauen Objekte männlicher Aktion und Handlung.“

    Das geht leider in eine Verschwörungstheorie über. Biblische Beispiele sind immer wieder gut geeignet, da viele Studenten sich etwas darunter vorstellen können. Dass jedoch die Bibel ein altes Gesellschaftsbild propagiert, ist nicht die Schuld des Prof. Münkler.

    „Die reine Nacherzählung erzeugt also eine gewisse Stimmung und erregt starke Emotionen. Der Professor nahm keine Rücksicht darauf.“

    Den „erregten“ Personen sei nahegelegt, sich ein etwas dickeres Fell wachsen zu lassen und nicht hinter jeder Wiedergabe biblischer Geschichten eine Agenda seitens des Erzählers zu vermuten, die dort beschriebenen Zustände zu rechtfertigen oder zu beschönigen. Der öffentliche Raum – und genau das ist eine Universität – ist ein Raum der Zumutung. Ich habe kein Recht, im öffentlichen Raum vor solchen Äußerungen bewahrt zu werden. Wenn es einem missfällt, so sei dies dahingestellt. Aber Prof. Münkler muss darauf m. M. n. keine Rücksicht nehmen.

  46. 46 Dirk 11. Mai 2015 um 14:06 Uhr

    Aha, wer Gewaltgeschichten zitiert, billigt sie (David).
    Wer Gewaltenteilung gut findet (und meint, sie sei prinzipiell überall entwickelbar), ist reaktionär.
    Leute, ihr seid intellektuell völlig am Ende. Marx hätte euch den Hintern vesohlt (das soll keine Gewaltrechtfertigung sein, ich bin ja kein Marxist).

  47. 47 Karl 11. Mai 2015 um 20:15 Uhr

    Bemerkenswert wieviel argumentlose Beleidungen, Kritik an falscher Rechtschreibung oder Anonymität in diesem Block geäußert werden, anstatt die Argumente des Blogs bzw. Münklers mal kritisch zu würdigen.

    Um hierfür Material zuliefern gibt es beispielsweise diesen Vortrag zum anhören, der sich unter anderem dem Geschichtsverständnis Münklers widmet:

    http://www.wissenschaftskritik.de/aus-der-geschichte-lernen/

  48. 48 lou 12. Mai 2015 um 11:59 Uhr

    Jetzt mal ganz abgesehen davon, dass es mir symptomatisch zu sein scheint, dass ihr nicht offen diskutiert, sondern lieber denunziert: Wie, frage ich euch, wollt ihr ernsthaft studieren, wenn ihr es ablehnt, euch mit den historischen Positionen auseinanderzusetzen, aus der eure eigene überhaupt erst entstanden ist? Nicht lesen und nicht diskutieren, sondern nur in seiner eigenen Position bestätigt sein wollen (die natürlich nicht eure eigene ist, sondern aus den Prozessen hervorgegangen ist, um die es in solchen Vorlesungen geht) – dieses Verständnis von Wissenschaft erschließt sich mir nicht.

  49. 49 Lucas 12. Mai 2015 um 19:10 Uhr

    Habe einige Kommentare mit hypothes.is annotiert. Für diejenigen, die lieber im Text als darunter diskutieren wollen: das notwendige Plugin oder Bookmarklet gibt es auf https://hypothes.is/. Funktioniert ohne Anmeldung.

  50. 50 SoWi-Absolvent 12. Mai 2015 um 21:31 Uhr

    Liebe Münklerwatcher, Ihr macht das schon ganz richtig. Ich finde Eure Arbeit gut und wertvoll. Und die von Einigen hier erhofften Shitstorms haltet Ihr schon aus. Weiter so!
    Der Nichthistoriker Münkler wird von den Konzernmedien ja seit einiger Zeit ausgerechnet als Alleswisser für Zeitgeschichte gehypt, der quasi Wilhelm Zwo noch persönlich kannte. Ein entsprechendes Haltbarkeitsdatum haben seine Altherrenwitze, ein Fips Asmussen hat da vergleichsweise Esprit.
    Als Absolvent des SoWi-Studiengangs (so um 2000 rum) kann ich konstatieren, dass Münkler bereits 1992 im Zuge der Anti-DDR-Säuberung an der HU installiert wurde. Er war da eher ein unauffälliger Quoten-Westimport, dem es in Frankfurt/Main zu langweilig wurde.
    Es war die Zeit, als viele, die in der falschen Republik aufgewachsen waren und dort bereits ein Studium absolvierten, zu hören bekamen: April, April – alles ungültig. Auch die Ost-Dozenten wurden weitgehend abgewickelt.
    (dies hier schreibt übrigens ein gelernter BRD-Bürger!)
    Zum Geschichtsrevisionismus dieses Wendegewinnlers schreibe ich mal in einem späteren Post.
    Cheers, und macht so weiter!

  51. 51 User 12. Mai 2015 um 21:57 Uhr

    Mein Gott seid Ihr peinlich…

  52. 52 vierma 13. Mai 2015 um 8:33 Uhr

    Sowas wie hier ist wohl die Konsequenz daraus, dass mittlerweile fast jeder Abitur macht und dann an der Universität verzweifelt erkennen muss wie gering seine intellektuelle Leistungsfähigkeit tatsächlich ist.

  53. 53 Tut nicht Not 13. Mai 2015 um 9:39 Uhr

    Ein Vorschlag, der das ganze „Projekt“ und eure Kritik für Außenstehende nachvollziehbarer und prüfbar machen würde: Dokumentiert die Vorlesung als Ganzes (Audio oder Video). Da sich ja hier teilweise an bestimmten Worten und/oder Formulierungen gerieben wird, würde das eurer Kritik entweder mehr Substanz verleihen (weil Münkler eben dieses oder jenes so und nich anders gesagt hat) oder sie entzaubern, weil vielleicht von euch einzelnen Punkte selektiv aus dem Gesamtkontext der Vorlesung (eine Vorlesung ist im Idealfall ein 90-minütiges Gesamtkonstrukt) herausgebrochen und tendenziös gegen Münkler verwendet werden.

  54. 54 Michael Steindl 13. Mai 2015 um 16:37 Uhr

    Ich lache mich schlapp über euren pseudointellektuellen Blog hier. Ich möchte hier verschiedene Dinge nur anmerken, die euch aus eurer Heilen-Welt rauswerfen:
    1.) Wer nicht öffentlich zu seiner öffentlichen Meinungsäußerung stehen kann, der hat schon verloren und kann nicht ernst genommen werden
    2.)Wie kann man in solch einer Einführungsveranstaltung kritisieren, dass nur weisse Männer besprochen werden. Vielleicht liegt es daran, dass die grundlegenden Theorien nur von solchen Leuten erfunden wurden
    3.) Ihr stirilisiert euch zum Sprachrohr eurer Komilitonen hoch (=selbsverliebtheit) und dass ihr gegegen eine unbestimmte fremde böse Macht kämpft. Reist mal aus eurer Hippie-WG in ärmere Länder der Welt, und ihr werdet merken dass 90% der Weltbevölkerung alles dafür geben würde in diesem Staat zu leben.

    IHR SEID NUR SELBSTVERLIEBTE; ENGSTIRNIGE MEINUNGSNAZIS IM AKADEMISCHEN ELFENBEINTURM, DIE ANGEKOMMEN IN DER SPÄTEREN BERUFSWELT SICH DARÜBER BEKLAGEN, DASS SIE NUN BEI MC DONALD DIE BURGER WENDEN MÜSSEN!

  55. 55 Paul Celan 14. Mai 2015 um 4:18 Uhr

    Absolut peinlich, was ihr hier abzieht. Vielleicht mal besser Sprachwissenschaft studieren, dann klappt das mit dem verständlichen Schreiben eventuell.

  56. 56 Eddy S. 16. Mai 2015 um 0:04 Uhr

    Gute Aktion, macht weiter und bleibt anonym! Es ist wichtig am Käfig der Normalität zu rütteln und Menschen mit ihrer eigenen Realität zu konfrontieren. Wahre Betonköpfe bleiben unbelehrbar, aber das ist egal. Ihr habt eine öffentliche Debatte losgetreten, die aufklärt und ein Bewusstsein formt.

    Aus der Reaktion dem Verhalten Münklers schließe ich, dass eine persönliche Diskussion sowieso aussichtslos ist. Um ehrlich zu sein: Scheint mir ein richtig unangenehmer Zeitgenosse zu sein. Ihr wärt schön blöd, wenn ihr euch so einem freiwillig „ausliefern“ würdet. Schön ist auch seine Doppelmoral: Er hat damals eine Podiumsdiskussion angeboten, die nicht angenommen wurde. Jetzt wird eine schriftliche Auseinandersetzung provoziert und jetzt blockt er ab. Dieses Verhalten hat er selbst als „erbärmlich“ und „feige“ definiert. Objektive Diskussion? – aussichtslos.

    Allen, die die anonyme Kommunikation kritisieren, sei gesagt: Schreibt doch selbst erstmal Personalausweisnummer, Geburtsdatum und Postanschrift des ständigen Wohnsitzes in eure Posts und verlinkt noch eine Kopie des Personalausweises. Nur so kommuniziert ihr glaubhaft nicht-anonym. Dann wüsste endlich jeder, wer diese unsachlichen und inhaltlich sehr dürftigen Kommentare verfasst hat und man/frau könnte einen Bogen um euch machen. Einen Arbeitsplatz bekämt ihr in meiner Firma jedenfalls nicht.

    Die eigentliche intellektuelle Fehlleistung liefert Dozent Münkler selbst, da er einer kritischen Selbstreflexion ausweicht, er sich einer inhaltlichen Diskussion verweigert und er stattdessen seine Gegner*innen mit Form-Argumenten und Beleidigungen persönlich angreift. Einem solch unseriösen Gegenüber würde ich noch nicht einmal meinen Spitznamen verraten.

    100% Solidarität!

  57. 57 Sachse90 17. Mai 2015 um 21:43 Uhr

    Modernes Denunzianten- und intellektuelles Heckenschützentum. Dazu noch etwas Kommunismus- und Feminismus-Geblubber der ganz alten Schule. Lasst ich was neues einfallen.

  58. 58 Robert 18. Mai 2015 um 0:39 Uhr

    2009 entschied der BGH über eine Klage gegen Spickmich.de, einem Portal in dem Lehrer durch Schüler bewertet werden können. Im Urteil heißt es unter anderem:

    „Die Bewertungen stellen Meinungsäußerungen dar, die die berufliche Tätigkeit der Klägerin betreffen, bei der der Einzelne grundsätzlich nicht den gleichen Schutz wie in der Privatsphäre genießt. Konkrete Beeinträchtigungen hat die Klägerin nicht geltend gemacht. Die Äußerungen sind weder schmähend noch der Form nach beleidigend. Dass die Bewertungen anonym abgegeben werden, macht sie nicht unzulässig, weil das Recht auf Meinungsfreiheit nicht an die Zuordnung der Äußerung an ein bestimmtes Individuum gebunden ist. Die Meinungsfreiheit umfasst grundsätzlich das Recht, das Verbreitungsmedium frei zu bestimmen.“

  59. 59 whowatchesthewatchers 18. Mai 2015 um 16:04 Uhr

    „…..Würde z.B. der Kirchenvater Augustinus die Legitimation von Herrschaft noch einfach auf „rohe Gewalt“ stützen……“, Augustinus von Hippo, endlich mal ein Afrikaner als Stichwortgeber!

  60. 60 horst s 18. Mai 2015 um 22:14 Uhr

    öffentlich bestellter oder „selbsternannter“ experte – was ist h.münkler nun?

    also tut mir leid, ihr habt keinerlei reflexion eurer begrifflichkeiten. wenn ihr schon meint über euren prof öffentlich urteilen zu müssen, dann stellt dieses urteil wenigstens etwas fundierter auf.

    dazu gehört begriffliche reflexion, methodologie, methodik und rhetorik und auch noch das entsprechende fachwissen zum sujet. alles das fehlt hier offenbar obwohl zumindest rhetorische grundregeln eingehalten wurden. immerhin.

    so kann euch leider kein sozialwissenschaftler und keine sozialwissenschaftlerin ernst nehmen

  61. 61 horst s 18. Mai 2015 um 22:14 Uhr

    öffentlich bestellter oder „selbsternannter“ experte – was ist h.münkler nun?

    also tut mir leid, ihr habt keinerlei reflexion eurer begrifflichkeiten. wenn ihr schon meint über euren prof öffentlich urteilen zu müssen, dann stellt dieses urteil wenigstens etwas fundierter auf.

    dazu gehört begriffliche reflexion, methodologie, methodik und rhetorik und auch noch das entsprechende fachwissen zum sujet. alles das fehlt hier offenbar obwohl zumindest rhetorische grundregeln eingehalten wurden. immerhin.

    so kann euch leider kein sozialwissenschaftler und keine sozialwissenschaftlerin ernst nehmen

  62. 62 Nie Mand 19. Mai 2015 um 8:12 Uhr

    Oh Ihr mutigen, herrlich tapferen Untergrundkämpfer!

    Rosa Luxemburg hätte Tränen des Stolzes in den Augen wenn sie sehen könnte wie freundlich ihr Prof. Münkler bei Begegnung einen guten Morgen wünscht…

  63. 63 darek 19. Mai 2015 um 8:49 Uhr

    So war das schon zu meiner Zeit. Irendwelche Hirnis die zu faul zum Arbeiten und zu blöd, ein Studium in der Regelstudienzeit zu schaffen, sind, treiben sich in den Studentenräten rum. Rote Propaganda machen, Profs vergraulen – und das schön anonym, weil sie Schiß vor echter auseinadersetzung haben. Und dies auf Kosten des Steuerzahlers und der Zwangsmitglieder in der Studentenschaft.

  64. 64 lieben dank! 21. Mai 2015 um 2:20 Uhr

    Hey Ihr,

    ich halte eure Abhandlungen für eine äußerst gelungene Polemik und habe doch glatt einige interessante Lesetips gefunden. Ich kann auch gerade wegen des aufbrauenden Medienechos nur zur Wahl der Anonymität gratulieren. Es ist schon ein wenig verwunderlich, wie viel Hass eine polemische Auseinandersetzung anziehen kann. Wenn ich weiß, dass meine Meinung einem Millionenpublikum zugänglich wird, dem ich womöglich als Experte vorgestellt werde, muss ich doch auch mit Gegenwind rechnen. Insbesondere wenn ich mich zu gesellschaftlich heißdiskutierten Fragen aüßere. Sich als Opfer von Studenten dazustellen, die offenbar nicht mit der Darstellungsweise der Vorlesung zufrieden sind und in einem Blog süffisant Gegenargumente gegen die von mir für korrekt befundene Darstellungsweise anbieten, kann ich nicht nachvollziehen. Für eine derartige Auseinandersetzung ist in einer Vorlesung oftmals keine Zeit und die Schriftform daher eventuell sogar besser geeignet. Außerdem ermöglicht die Form eines Blogs auch anderen als dem Professor selbst, mit euch zu diskutieren. Ich halte eure Darstellungsweise für eine Bereicherung, die spannende Auseinandersetzungen ermöglicht. Auch wenn ich durchaus unterschiedliche Ansichten habe, haben viele der Antworten hier mir den Eindruck eines „Extremismus der Mitte“ gegeben. Lasst euch mal nicht einschüchtern und bleibt anonym. In der Mitte eines Shitstorms zu stehen und nicht anonym zu sein, kann eine erheblich psychische Belastung darstellen und ich habe ehrlich gesagt nicht den Eindruck, dass Herr Münkler eine Persönlichkeit ist, die im Falle mündlicher Prüfungen und oder bei Hausarbeiten den namentlich bekannten Verfassern dieser Beiträge neutral gegenüberstände.

  65. 65 1212 22. Mai 2015 um 6:02 Uhr

    Immerhin versucht der Prof. eine unterhaltsame Vorlesung zu machen.
    Wenn jeder spontane Scherz in der Vorlesung aber immer so streng analysiert wird, ist der Blog hier zwar politisch-sachlich korrekt aber die Vorlesung staubtrocken.
    Man kann das nicht 1:1 wie eine Überwachungskamera von der einen Bühne auf ein anderes Medium abtippen weil das auch verfälscht.

  66. 66 Hektor 26. Mai 2015 um 14:51 Uhr

    Ihr seid so peinlich!

    Ich habe ncoh nie so eine peinliche Aktion erlebt. Wenn wer stereotypisiert, dann seid ihr das.

    Fangt lieber an zu lernen und weint nicht so viel rum!

    Eine Uni lebt von unterschiedlichen Meinungen/Dozenten – das gilt es, wie im wahren Leben, auszuhalten! Ihr seid ja die Faschisten schlechthin, hinterrücks einen Dozenten angreifen und ihm vorschreiben zu wollen, wie eine Vorlesung abzuhalten ist!

  67. 67 Hans S. II 14. Juni 2015 um 22:08 Uhr

    Hallo Blogger,

    Was meint ihr eigentlich mit „ganz offen und ohne jede Scham typisch deutsch sein zu können“? Muß man sich etwa dessen schämen, wenn man „typisch deutsch“ ist? Warum? Welche negativen Eigenschaften sind eurer Meinung nach „typisch deutsch“, d.h. tauchen in dieser Form bei keinem anderen Volk der Welt auf?

  68. 68 Administrator 15. Juni 2015 um 2:23 Uhr

    Lieber Hans S. II, schau dir einfach deinen revisionistischen geschichtskittenden Beitrag unter der Folge 3b an. Du bist relativ nah dran am Highscore für unangenehme typisch deutschen Positionierungen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Caro Meyer

  69. 69 Der Postillon 23. Juni 2015 um 10:02 Uhr

    Als ich mir diesen Blog mit all den Einträgen angesehen habe, musste ich sofort an diesen Artikel denken:

    http://www.der-postillon.com/2015/03/wissenschaftlich-erwiesen-alles.html

  1. 1 Berichte und Kommentare zu den Vorlesungen von Professoren – Beispiel Münkler: Nachahmenswert oder geleitet von „antisemitischem Muster“? | NachDenkSeiten – Die kritische Website Pingback am 23. Mai 2015 um 11:53 Uhr

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