Archiv der Kategorie 'Eurozentrismus'

Ist Wissenschaft „ohne Afrikaner“ rassistisch und sexistisch?

Was bedeutet es konkret, wenn ein Politik-Professor wie der an der Berliner Humboldt-Uni lehrende Herfried Münkler Einwände gegen seine eurozentrische Literaturliste mit Witzen a la „„Sie können da einwenden: Nur europäische Autoren. [Kunstpause] Keine Afrikaner“ beiseite wischt? (Vorlesung am 15.4.2015 )Was bedeutet es konkret, wenn ein Prof. mit Sprüchen wie „Ich hätte ihnen jetzt auch ein Bild von Frantz Fanon gezeigt, aber dann hätte ich ja widerlegt, dass ich sozusagen keine Schwarzen in meiner Vorlesung thematisiere und deswegen zeige ich Ihnen kein Bild“ auf den Vorwurf des Eurozentrismus reagiert? (Vorlesung am 23.6.2015 ). Der Versuch einer Annäherung mit Hilfe des Konzeptes der „Symbolischen Gewalt“ von Pierre Bourdieu.
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Die sonderbaren Methoden des Prof. Dr. M.

In der öffentlichen Debatte um die Aktion „Münkler-Watch“ fällt der wegen seiner Reproduktion von rassistischen und sexistischen Stereotypen kritisierte Prof. Dr. Münkler mit unbelegten Unterstellung auf. Besonders deutlich wird dies bei seinem öffentlichen Mutmassungen über die Identitäten der bisher noch anonym auftretenden Studierenden hinter der Aktion.
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Münkler Watch Folge 10

vom 16.06.2015

Thema Idealstaat und Utopie
In der Vorlesung vom 16.06. thematisierte Herfried Münkler den Idealstaat und die Utopie. Die Motive der Utopien waren immer mit einer Hoffnung auf positiven Veränderung verbunden.Dabei unterschiedene sich solche Utopien, die nicht umsetzbar sind und solche die durch Herrschaft durchgesetzt werden können. Zum Beispiel Architekturprojekte, die Münkler aber als schrumpfformen utopischer Vorstellungen bezeichnete. Gleichzeitig zeigt sich in der Vorlesung die Problematik utopischer Vorstellungen und wie sie durch exotisierungen auch reale koloniale Verhältnisse geprägt hat. (mehr…)

Studierendenparlament kritisiert Unileitung

In der letzten Sitzung des Studierendenparlaments haben die Delegierten eine Resolution verabschieden, die u.a. die Universitätsleitung kritisiert. Die Universitätsleitung hatte am 11.5.20015 nach der massiven medialen Berichterstattung über die Aktion „Münkler-Watch“ eine Stellungnahme veröffentlicht. In dieser wird den protestierenden Studierenden vorgeworfen, sie würden wissenschaftliche Standards verletzten und ultimativ aufgefordert, „aus der Anonymität heraus zu treten“. Dies und zwei weitere Stellungnahmen der Profs am Institut für Geschichte und am Sowi-Institut missbilligt das Stupa nun.
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Das Besondere an demokratischer Herrschaft

Wer die Kommentare zu den Artikeln um die Aktion „Münkler-Watch“ liest, findet dort neben dem ganzen angespülten Troll-Beifang viele gut gemeinte Ratschläge. Fast könnte man meinen, Deutschland sei voll von Berufsaktivist_innen, die sich bemüßigt fühlen, uns in Sachen Protest noch unerfahrenen Zweitsemester_innen gute Ratschläge zu geben. Anhand einer Diskursanalyse der zur Aktion abgegeben Statements versucht dieser Artikel herauszuarbeiten, was die Demokratie von anderen Herrschaftssystemen unterscheidet.
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Münkler-Watch 8

Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichheit

Laut Herrn Münklers zu „Freiheit und Gerechtigkeit“ seien die beiden Begriffe eng verzahnt mit dem Begriff der „Gleichheit“. Freiheit habe mehrere Ebenen. Man könne sich dem Begriff wissenschaftlich oder politisch nähern. Im Vergleich zur „Gerechtigkeit“ sei die Definition von Freiheit vergleichsweise einfach. Um sich dem Begriff der Gerechtigkeit zu nähern, gäbe es zwei konträre Wege. Man könne Gerechtigkeit als Anspruchs- oder als Ausgleichsgerechtigkeit verstehen. Beim ersten stünde der Leistungsgedanke im Vordergrund, beim zweiten das Bedürfnis. Im beides genauer betrachten zu können, sei zudem der Gedanke der „Gleichheit“ relevant.
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Münkler-Watch Folge 7

Vertrag und Erzählung. Vergewaltigung durch strickende Studierende, Papp-Flugzeuge und die Ambivalenz von Herrschaftswissen.

Die siebente Vorlesung zu „Politische Theorie und Ideengeschichte“ hielt Prof. Dr. Herfried Münkler über die Themen „Vertrag und Erzählung“. Dabei nahm er die moderierenden Dimensionen beider Begriffe im Hinblick auf Emotionalität des Politischen auf. Auf der einen Seite würde gesellschaftliche Ordnung durch großartige Heldengeschichten mit Identifikationswirkung, wie z.B. dem Nibelungenlied heraufbeschworen. Andererseits könne die Schaffung von politischer Ordnung durch Gesellschaftsverträge zustande kommen. Obwohl sich beide Ansätze komplementär gegenüber stünden, wirkten sie in jeweils spezifischen Situationen legitimierend für Herrschaft. Begleitet wurde die Vorlesung von einer Radio-Journalistin und einer Intervention mittels Pappflugzeug.
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Münkler-Watch 6: Liberalismus & Republikanismus

vom 19.05.2015

In der erneut von Journalist_innen beobachteten Vorlesung zu „Republikanismus und Liberalismus“ gab sich Prof. Dr. Münkler wieder Mühe, eine Vorlesung weitesgehend ohne Sexismen, Rassismen und Militarismen abzuhalten. Bei einer Bildinterpretation gelang es Herrn Münkler sogar, relativ angemessen auf die im Bild verewigten sexistischen Stereotypen hinzuweisen. Leichten Nachhilfebedarf gibt es jedoch noch beim Thema Chauvinismus. So ließ er es sich nicht nehmen, seine Vorurteile gegenüber „südeuropäischen Ländern“ mit Hilfe eines Marx-Zitates auszudrücken. Anlässlich einer, von der trotzkistischen Jugendorganisation International Youth and Students for Social Equality (IYSSE) und der Partei für Soziale Gleichheit (PSG) vor der Vorlesung verteilten Solidaritätserklärung, brach Herr Münkler erwartungsgemäß seinen Vorsatz, kein Wort mehr über Münkler-Watch zu verlieren.
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Münkler-Watch: Klasse, Herr Münkler! Es geht doch!

Seit einer Woche steht der Lehrstuhlinhaber für politische Theorie an der Hu, Prof. Dr. Herfried Münkler in der Kritik. Studierende betreiben auf dem Blog hu.blogsport.de ein „Münkler-Watch“. Doch in der gestrigen Vorlesung zur Politischen Ideengeschichte war alles anders. Neben der Anwesenheit von Radio- und Zeitungsredakteur_innen gab sich Herr Münkler sichtlich Mühe. „Herr Münkler hat heute gezeigt, dass er Vorlesungen ohne die Reproduktion von sexistischen oder rassistischen Stereotypen halten kann“ sagt Caro Meyer, Sprecher_in von hu.blogsport.de. „Hoffentlich hält Münklers guter Wille auch noch an, wenn keine Journalist_innen mehr in der Vorlesung sitzen“.
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Münkler-Watch Folge 5

vom 12.05.2015

Über Souveränität und Infrastruktur der Macht.

Wohl angesichts des Pressewirbels und der anwesenden Journalist_innen zeigt Prof Dr. Münkler, dass er Vorlesungen halten kann, in denen er nicht Rassismen und Sexismen reproduziert. Er erläuterte die Entwicklung einer ungeteilten Souveränität vom Lehnswesen des Mittelalters über die Landknechtsregime der frühen Neuzeit bis zum modernen Territorialstaat auf. Dabei erläuterte er sowohl die Entwicklung der „Betriebsinfrastruktur“, als auch die Veränderungen der Ableitung von Souveränität. Statt Gott sei zunehmend das Recht an die Stelle der autoritätsschaffenden Instanz getreten.

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