Archiv der Kategorie 'Münkler-Watch'

FSI Erziehungswissenschaften, Gender Studies und Geschichtswissenschaften positioniert sich zur Berichterstattung über „Münkler-Watch“

Die Fachschaftsinitiativen Erziehungswissenschaften, Gender Studies und Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität haben zur Berichterstattung über unsere „Münkler-Watch“-Aktion eine Stellungnahme veröffentlicht. Anlass ist der Zeitungsartikel „Unser Professor, der Rassist“ vom 17.5.2015 aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. In dem Text wirft die Autorin Frederike Haupt alle möglichen Protestaktionen an der HU der letzten drei Semester wild durcheinander. Dabei unterstellt sie, das alle von ihr erwähnten Aktionen mehr oder weniger zusammen gehören würden. Darüber hinaus konstruiert sie einen Studierendenmob, der an der Uni besonders unter den Lehrenden ein Klima der Angst verbreiten würde. Aus diesem Anlass fragen die in der FSI organisierten Studierenden „Was bedeutet es für eine Universität und eine Gesellschaft, wenn Studierende sich genötigt sehen, immer offensiver auf sich aufmerksam zu machen, um überhaupt gehört zu werden und eine Debatte anzustoßen?“
(mehr…)

Münkler-Watch 8

Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichheit

Laut Herrn Münklers zu „Freiheit und Gerechtigkeit“ seien die beiden Begriffe eng verzahnt mit dem Begriff der „Gleichheit“. Freiheit habe mehrere Ebenen. Man könne sich dem Begriff wissenschaftlich oder politisch nähern. Im Vergleich zur „Gerechtigkeit“ sei die Definition von Freiheit vergleichsweise einfach. Um sich dem Begriff der Gerechtigkeit zu nähern, gäbe es zwei konträre Wege. Man könne Gerechtigkeit als Anspruchs- oder als Ausgleichsgerechtigkeit verstehen. Beim ersten stünde der Leistungsgedanke im Vordergrund, beim zweiten das Bedürfnis. Im beides genauer betrachten zu können, sei zudem der Gedanke der „Gleichheit“ relevant.
(mehr…)

Münkler-Watch Folge 7

Vertrag und Erzählung. Vergewaltigung durch strickende Studierende, Papp-Flugzeuge und die Ambivalenz von Herrschaftswissen.

Die siebente Vorlesung zu „Politische Theorie und Ideengeschichte“ hielt Prof. Dr. Herfried Münkler über die Themen „Vertrag und Erzählung“. Dabei nahm er die moderierenden Dimensionen beider Begriffe im Hinblick auf Emotionalität des Politischen auf. Auf der einen Seite würde gesellschaftliche Ordnung durch großartige Heldengeschichten mit Identifikationswirkung, wie z.B. dem Nibelungenlied heraufbeschworen. Andererseits könne die Schaffung von politischer Ordnung durch Gesellschaftsverträge zustande kommen. Obwohl sich beide Ansätze komplementär gegenüber stünden, wirkten sie in jeweils spezifischen Situationen legitimierend für Herrschaft. Begleitet wurde die Vorlesung von einer Radio-Journalistin und einer Intervention mittels Pappflugzeug.
(mehr…)

Solidaritätserklärungen aus Berlin und Rostock

In der letzten Woche haben zwei politische Gruppen Solidaritätserklärungen mit unserem Projekt veröffentlicht. Die trotzkistische Partei für Soziale Gerechtigkeit (PSG) und ihre auch im Stupa vertretene Jugendorganisation IYSSE und die „Kritische Uni Rostock“ äußern sich öffentlich zum aktuellen Konflikt. (mehr…)

Münkler-Watch antwortet auf Antisemitismus-Vorwurf

Die Blogger_innen von „Münkler-Watch“ sehen sich dem Vorwurf des Antisemitismus ausgesetzt. Prof. Dr. Herfried Münkler äußerte in einem Zeit-Interview, dass er sich an „hochschulpolitische Vorgänge des Jahres 1933″ erinnert fühle. Seine Kritiker_innen würden Muster verwenden, die „auch antisemitisch eingesetzt worden“ seien. In einem Offenen Brief antwortet die Gruppe nun ihrem Professor.
(mehr…)

Münkler-Watch 6: Liberalismus & Republikanismus

vom 19.05.2015

In der erneut von Journalist_innen beobachteten Vorlesung zu „Republikanismus und Liberalismus“ gab sich Prof. Dr. Münkler wieder Mühe, eine Vorlesung weitesgehend ohne Sexismen, Rassismen und Militarismen abzuhalten. Bei einer Bildinterpretation gelang es Herrn Münkler sogar, relativ angemessen auf die im Bild verewigten sexistischen Stereotypen hinzuweisen. Leichten Nachhilfebedarf gibt es jedoch noch beim Thema Chauvinismus. So ließ er es sich nicht nehmen, seine Vorurteile gegenüber „südeuropäischen Ländern“ mit Hilfe eines Marx-Zitates auszudrücken. Anlässlich einer, von der trotzkistischen Jugendorganisation International Youth and Students for Social Equality (IYSSE) und der Partei für Soziale Gleichheit (PSG) vor der Vorlesung verteilten Solidaritätserklärung, brach Herr Münkler erwartungsgemäß seinen Vorsatz, kein Wort mehr über Münkler-Watch zu verlieren.
(mehr…)

Münkler-Watch: Klasse, Herr Münkler! Es geht doch!

Seit einer Woche steht der Lehrstuhlinhaber für politische Theorie an der Hu, Prof. Dr. Herfried Münkler in der Kritik. Studierende betreiben auf dem Blog hu.blogsport.de ein „Münkler-Watch“. Doch in der gestrigen Vorlesung zur Politischen Ideengeschichte war alles anders. Neben der Anwesenheit von Radio- und Zeitungsredakteur_innen gab sich Herr Münkler sichtlich Mühe. „Herr Münkler hat heute gezeigt, dass er Vorlesungen ohne die Reproduktion von sexistischen oder rassistischen Stereotypen halten kann“ sagt Caro Meyer, Sprecher_in von hu.blogsport.de. „Hoffentlich hält Münklers guter Wille auch noch an, wenn keine Journalist_innen mehr in der Vorlesung sitzen“.
(mehr…)

Münkler-Watch Folge 5

vom 12.05.2015

Über Souveränität und Infrastruktur der Macht.

Wohl angesichts des Pressewirbels und der anwesenden Journalist_innen zeigt Prof Dr. Münkler, dass er Vorlesungen halten kann, in denen er nicht Rassismen und Sexismen reproduziert. Er erläuterte die Entwicklung einer ungeteilten Souveränität vom Lehnswesen des Mittelalters über die Landknechtsregime der frühen Neuzeit bis zum modernen Territorialstaat auf. Dabei erläuterte er sowohl die Entwicklung der „Betriebsinfrastruktur“, als auch die Veränderungen der Ableitung von Souveränität. Statt Gott sei zunehmend das Recht an die Stelle der autoritätsschaffenden Instanz getreten.

(mehr…)

FAQ: Münkler-Watch

Seit einer Woche liegt die Aufmerksamkeit von Universität und Medien auf Herfried Münkler, Professor für Politische Theorien und Ideengeschichte am SoWi-Institut der HU. Der Grund dafür ist eine Gruppe Studierender, die auf hu.blogsport.de ein „Münkler-Watch“ betreibt. Die Studierenden diskutieren dort die Inhalte der Vorlesung. Herrn Münkler passt das gar nicht. Er nennt die Studierenden „erbärmliche Feiglinge“ und vergleicht die Studierenden mit den Spitzeln der NSA. Er fühlt sich denunziert, bedroht und falsch zitiert. Was ist an Münklers Entgegnung dran? (mehr…)

Presse Echo: Junge Welt, Der Spiegel und Telepolis

Das in Hamburg erscheinende Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet in sowohl in der aktuellen Ausgabe auf Seite 17 und auf seiner Homepage über unsere Aktion:
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/humboldt-universitaet-berlin-studenten-bloggen-gegen-herfried-muenkler-a-1032545.html

Und in der morgigen Ausgabe bringt die in Berlin erscheinende Tageszeitung „Junge Welt“ ein Interview mit unserer Sprecherin Caro Meyer über Münkler-Watch: https://www.jungewelt.de/loginFailed.php?ref=/2015/05-11/007.php

Und der Berliner Bewegungsjournalist Peter Nowak fragt auf telepolis, ob so etwas wie Münkler-Watch eine neue Form des studentischen Protests sei:
http://www.heise.de/tp/news/Muenkler-Watch-Neue-Form-studentischen-Protestes-2639903.html