Archiv der Kategorie 'Sozialwissenschaften'

Münkler-Watch Folge 2

vom 21.04.2015

Die zweite Vorlesung des Professors für Politische Theorie und Ideengeschichte, Herfried Münkler sollte den Unterschied zwischen Politik und Politischem charakterisieren. Dazu galoppierte er mit einer gehörigen Portion namedropping durch 2000 Jahre des politischen Denkens. Besonderes Gewicht verlieh er dabei Nicola Macchiavelli und dem Faschisten Carl Schmitt. Unterm Strich kam Münkler mit wenig Gepoltere aus. Neben häufigen Belustigungen bezüglich des „Genderns“ leistet sich Münkler einen schwer verdaulichen Spruch zur scheinheilig geführten Debatte bzgl. der aktuell im Mittelmeer ertrunkenen Todesopfer europäischer Festungspolitik.
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Münkler-Watch Folge 1

vom 14.04.2015

Archive, Labore und Verbindungsgänge gewürzt mit Eurozentrismus und Wessi-Chauvinismus
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Ein Offener Brief – eine offene Bilanz

Am 4.2. verteilten Studierende der Sozialwissenschaft einen Offenen Brief an einen Dozenten ihres Instituts an der HU Berlin. Die beteiligten Studierenden kritisierten den Dozenten der Vorlesung „Soziologische Theorie“, sowie seine Zuhörer_innen. Dieser Beitrag bilanziert die darauffolgende Debatte. Zwar wurde diese zumeist auf oberflächliche Weise geführt, dennoch möchten die Verfasser_innen hier auch auf inhaltliche Kritiken eingehen. Der Verlauf der Debatte, so ihr Resümee, zeigte das fehlende existenzielle Verständnis der Studierenden für Kritik an Rassismus und Eurozentrismus. Für emanzipatorische Politik jenseits des linken Mainstreams sind das dunkle Wolken am Horizont.
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„Erstis und Gutmenschen einträglich versammelt“?

In dem hier veröffentlichenten und leicht bearbeiteten Kommentar einer Leser_in unseres Blogs wird kritisiert, das wir unseren Protest nicht zuendedenken würden. Diese Ansicht stützt die Autor_in auf die Feststellung, das in einer Universität mit offenen Diskurs sich diese selber abschaffen würde, weil sie dann als Selektionsinstrument der bürgerlichen Gesellschaft und als Wertschöpfungsort nicht mehr taugen würde.
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taz basht Münkler

Der taz-Autor Rudolf Walter spricht in der heutigen Ausgabe der in Berlin erscheinenden links-alternativen Tageszeitung Prof. Dr. Herfried Münkler die wissenschaftliche Satisfaktion ab. Der Lehrstuhlinhaber für Politische Theorie an der HU versuche mit „methodischen Taschenspielertricks“, tote Theorieansätze, die auf „reiner Scharlatanerie“ basieren würden, mit „pflegeleichten Binsenweisheiten“ (…) verbal aufzupolieren. Hintergrund ist ein Artikel Münklers in der Vierteljahresschrift „Tumult“, in der Münkler mal wieder für die angebliche Notwendigkeit einer neuen „Geopolitik“ trommelt.

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Die deutsche Hauptverantwortung abstreitend

Die deutsche Hauptverantwortung abstreitend
Unter der Überschrift „Gauckismus“ berichtete die in Berlin erscheinende Tageszeitung Junge Welt am 16.2.2015 über den Sowi-Professor Herfried Münkler. Dem Lehrstuhlinhaber für „Theorie der Politik“ wird vom Autor des Artikels vorgeworfen, die Großmachtsambitionen der deutschen Eliten mit als Wissenschaft deklarierter Propaganda zu begleiten, um die Akzeptanz für Kriege in der Bevölkerung zu erhöhen.

Der gesamte Artikel findet sich unter:
https://www.jungewelt.de/2015/02-16/010.php

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„Ja, was sollen wir denn lesen?“

Eine der Reaktion auf den in der Vorlesung “Soziologische Theorien” verteilten Offenen Brief war ein diffuses “Und was sollen wir dann lesen?” In der Redaktion hatten einige sofort den Reflex, einige gutgemeinte Literaturempfehlungen geben zu wollen. Diese finden sich leider in einem anderen Artikel. Andere hingegen empfanden dies als bevormundent und kritisierten, dass es nicht Aufgabe der Studierenden sein könne, anderen Studierenden zu sagen, was sie lesen sollen. Es sei Aufgabe der Dozierenden, für eine angemesse Lehre zu sorgen. Die Entgegnung auf den Empfehlungs-Reflex findet sich hier.
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Trotz Prüfungsstress die Lust zu lesen!

Eine der Reaktion auf den in der Vorlesung „Soziologische Theorien“ verteilten Offenen Brief war „Und was sollen wir dann lesen?“ In der Redaktion hatten einige sofort den Reflex, einige Literaturempfehlungen geben zu wollen. Diese finden sich in diesem Artikel weiter unten. Andere hingegen empfanden dies als bevormundent und kritisierten, dass es nicht Aufgabe der Studierenden sein kann, anderen Studierenden zu sagen, was sie lesen sollen. Es sei Aufgabe der Dozierenden, für eine angemesse Lehre zu sorgen. Diese Entgegnung findet sich in einem weiteren Artikel.

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Gute Lehrstühle ändern nichts?

In dieser Zuschrift kritisiert die schreibende Person unsere Positionierung zur „Soziologischen Theorie“ als nicht weitgehend genug. Gute Lehrstühle seien nicht ausreichend gegen Eurozentrismus. Als Beispiel wird ein Kolloquium, bei dem u.a. Rassimus Thema war, als Rassimus reproduzierend beschrieben. Der Text wurde zur besseren Lesbarkeit leicht bearbeitet.
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[B] Protest an der HU. Betroffener Prof. äußert sich – nicht.

Am Institut für Sozialwissenschaften an der HU Berlin gibt es Streit. Mit einem offenen Brief protestierten Studierende letzte Woche gegen die ihrer Meinung nach eurozentristische und Gender-Aspekte ausblendende Vorlesung „Soziologische Theorien“. Entgegen seiner Ankündigung in der Vorlesung hat sich der für die Vorlesung zuständige Dr. Makropoulus entschieden, zum Offenen Brief keine Entgegnung zu verfassen. „Anonyme Kritiken kommentiere ich nicht“ teilte er seinen Studierenden via der internen HU-Internetplattform Moodle mit.

Gleichzeitig wirft er den AutorInnen des Offenen Briefes vor, die Unwahrheit zu sagen. „In dem Schreiben ist tatsächlich einiges nicht wahrheitsgemäß (…)“ behauptet Makropoulos. In einem Text analysiert die Aktionsgruppe, warum die Behauptung, anonyme Statements seien der Auseinandersetzung nicht wert, so beliebt ist. Und warum es ebenfalls so beliebt ist, KritikerInnen als die Unwahrheit sagend zu verunglimpfen.
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